Start-up-Region will den Gründergeist unterstützen

Förderung Das Land fördert die Start-up-Region Ostwürttemberg mit 300 000 Euro. Die Messe „Make“ soll zusätzlich Schwung geben und zur Leuchtturmveranstaltung werden.
  • Gute Stimmung bei der Mitgliederversammlung nach einem erfolgreichen Jahr der Start-up-Region Ostwürttemberg. Foto: IHK

Aalen/Heidenheim

Vor knapp einem Jahr wurde der Verein Start-up-Region Ostwürttemberg gegründet. Das Ziel: 22 Mitglieder ziehen gemeinsam an einem Strang, um die Region voranzubringen. Viele Projekte sind in der Umsetzung, und auch die politische Wahrnehmung in Stuttgart ist hoch. Bei der Mitgliederversammlung in der IHK Ostwürttemberg wurden weitere Ideen auf den Weg gebracht.

So trafen sich die 22 Mitglieder des Vereins der Start-up-Region Ostwürttemberg in der Heidenheimer IHK zur Mitgliederversammlung. Carl Trinkl, Vorsitzender des Vereins, und Markus Schmid, Koordinator und Leiter der Geschäftsstelle bei der IHK Ostwürttemberg, gaben einen Überblick über die Aktivitäten. Sehr zufrieden blickten die Mitglieder auf die Beteiligung am ersten Start-up-Gipfel des Landes im Juli zurück. Dort präsentierte sich die Region als eines von neun regionalen Ökosystemen des Landes. Die beteiligten Start-ups knüpften Kontakte zu Investoren, Kunden und Multiplikatoren. Fazit: Die Start-up-Region Ostwürttemberg wird sich am 1. Februar 2019 beim zweiten Start-up-Summit in Stuttgart erneut präsentieren.

Land unterstützt Region

Mit Erfolg koordinierte der Verein einen Antrag auf Landesförderung. Durch diese Unterstützung des Wirtschaftsministeriums in Höhe von 300 000 Euro können die Städte Aalen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd zusätzliche Personalstellen schaffen. Trinkl: „Mit dieser personellen Stärkung bekommen wir noch mehr Schlagkraft und wichtige Kapazitäten für die Umsetzung weiterer Projekte.“

Wir bekommen noch mehr Schlagkraft.

Carl Trinkl
Vorsitzender Start-up-Region

Mit Nachdruck wird an einem Coworking-Space-Netzwerk Ostwürttemberg gearbeitet. Das Innovationszentrum an der Hochschule Aalen soll nun mit dem „AAccelerator“ erweitert werden. Ein weiteres Coworking-Space, in:it, in Gmünd hat seine Tore Anfang Mai bereits geöffnet. Im Frühjahr 2019 soll dann das Technolab in Heidenheim starten.

Studien belegen , dass die Region auf dem richtigen Weg ist. So legte Ostwürttemberg bis zum dritten Quartal 2017 als eine von zwei Regionen im Land bei den Gründungen zu und steigerte diese um fast sechs Prozent. Auch die Anteile an Gründungen im Hightech-Sektor liegen in beiden Landkreisen deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Markus Schmid informierte über ausgewählte Geschäftsmodelle der derzeit rund 60 Start-ups in der Region Ostwürttemberg.

Eine Leuchtturmveranstaltung, die über die Region hinauswirkt, soll die „Make Ostwürttemberg“ werden, die am 22. und 23. September in Heidenheim stattfinden soll. Auf der Make werden sich technikbegeisterte Menschen aller Altersgruppen, junge Nachwuchstalente, innovative Unternehmen und Start-ups austauschen. Die Make soll künftig jährlich an wechselnden Standorten der Region der zentrale Marktplatz für Innovationen, neue Geschäftsmodelle und Talente werden. Damit bietet sich Unternehmen die Chance, sich als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren und sich mit anderen innovativen Unternehmen, Hochschulen und Start-ups zu vernetzen. Der Verein Start-up-Region Ostwürttemberg leistet hierbei auch einen wichtigen finanziellen Beitrag für die Realisierung der Veranstaltung.

© Wirtschaft Regional 11.05.2018 10:39
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