Reisen

Große Freiheit auf dem Campingplatz

Das Geschäft mit Wohnmobilen läuft gut. Die Hersteller profitieren vom Trend zum individuellen Urlaub.
  • CMT-Publikumsmagnet: Wohnmobile. Foto: MESSE STUTTGART
Seit mehr als 30 Jahren sind Renate Lambertz und ihr Mann Helmut Funke-Lambertz begeisterte Campingfans. Angefangen hat alles mit einem umgebauten VW-Bus, der inzwischen längst in Rente ist und auch das Nachfolgemodell soll bald aufs Altenteil. Darum haben sich die beiden aus Stutensee bei Karlsruhe zur CMT nach Stuttgart aufgemacht.

Hier finden sich die beiden in bester Gesellschaft wieder: Die Caravaning-Branche boomt, Hymer, Carthago, Pössel und Co. belegen in Stuttgart mehrere Hallen. Dicht gedrängt stehen hier die Fahrzeuge: Vom umgebauten Kastenwagen, der mit Küchenmodulen schnell aufgerüstet werden kann, bis zur Luxusausführung mit Lederbezügen und einer eigenen Garage für zwei E-Bikes, ist fast alles zu finden.

Die Campingfahrzeug-Branche rechnet auch nach mehreren Rekordjahren in Folge nicht mit einem Ende des steilen Wachstums. Mit 10,3 Mrd. EUR Gesamtumsatz verzeichneten die Hersteller von Wohnmobilen, Wohnwagen und Zubehör im vergangenen Jahr ein Plus von 17,8 Prozent gegenüber 2016, wie der Caravaning-Industrieverband (CIVD) am Rande der CMT mitteilte. „Caravaning wächst wie kaum eine andere Urlaubsform. Sollte sich der Markt 2018 so weiterentwickeln, würden wir erstmals die Marke von 11 Mrd. EUR durchbrechen“, sagte Geschäftsführer Daniel Onggowinarso. Die Hersteller profitieren dabei vom Wunsch der Urlauber, einfach loszufahren und zu bleiben, wo man will, glaubt Robert Hein, Regionalvertriebsletier bei Pössel.

Im Mai will das Ehepaar Lambertz das nächste Mal zu einem Campingausflug aufbrechen. Die letzte Tour mit ihrem aktuellen Fahrzeug. Danach hat es ausgedient und es soll ein neues her. Ohne viel Schnickschnack. Nur gerade so viel Komfort, dass man damit die spontanen Ausflüge genießen kann. Simone Dürmuth
© Südwest Presse 16.01.2018 07:46
1803 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?