Dank enger Kooperation erfolgreich

Geschäftsjahr 2017 Deutliches Wachstum beim Umsatz und Ergebnis der Aalener Unternehmensgruppe Alfing Kessler Sondermaschinen GmbH und Alfing Montagetechnik GmbH. Standort in Mexiko wird ausgebaut.
  • Mit der Geschäftsentwicklung 2017 und den Perspektiven 2018 hochzufrieden: Markus Kimpel (links) und Dr. Thomas Koch, die Geschäftsführer der Unternehmensgruppe AKS/AMT. Foto: AKS/AMT

Aalen-Wasseralfingen.

Trotz des enormen Wettbewerbsdrucks in den internationalen Märkten haben die in einer Holding zusammengefassten Alfing Kessler Sondermaschinen GmbH (AKS) und Alfing Montagetechnik GmbH (AMT) 2017 ihren Erfolgskurs fortgesetzt. „Wir verzeichnen ein deutliches Umsatzplus und ein gutes Ergebnis“, freuen sich die Geschäftsführer Dr. Thomas Koch und Markus Kimpel, der Anfang 2017 die Nachfolge des in Ruhestand gegangenen Anton Harsch antrat, ohne allerdings genau Zahlen zu nennen. Nur so viel: Die internationale Ausrichtung und das über die Jahre aufgebaute Know-how der Mitarbeiter seien die Grundpfeiler des Erfolgs.

Im Jahr 2017 sei die AKS, die unter anderem Pleuelanlagen und Sondermaschinen entwickelt und herstellt, wieder gut in Schwung gekommen – „dank eines Großauftrags eines Automobilherstellers sind wir wieder deutlich im Wachstumsbereich“, berichtet Koch. In den Jahren zuvor sei AKS Opfer des eigenen Erfolgs geworden: Vor allem in China hatte die Autoindustrie bis 2012 massiv Kapazitäten aufgebaut und dabei bei AKS viele Maschinen geordert. Danach flaute die Nachfrage nach den Aalener Sondermaschinen wieder ab – bis 2017. „Nach einem etwas verhaltenen dritten Quartal steigen die Anfragen für 2018 wieder deutlich“, sagt Kimpel.

Positiv seien auch die Perspektiven in der Montagetechnik der AMT – Koch: „Aktuell arbeiten wir an der Kapazitätsgrenze, wir bekommen Anfragen aus aller Welt.“ Vor allem der nordamerikanische Markt werde für AMT immer wichtiger, weshalb das Engagement in den USA ausgebaut und neue Mitarbeiter eingestellt wurden. In Mexiko wird die Unternehmensgruppe eine Service-Niederlassung aufbauen; AMT/AKS folgen damit den OEMs, die trotz Trump weiter auf mexikanische Produktionsstandorte setzen.

AMT/AKS wollen in Mexiko aber nicht nur den Service optimieren, die Aalener versprechen sich von dort aus auch besseren Zugriff auf die US-Autobauer wie General Motors, Ford oder Chrysler. „Wir sehen dort nach wie vor große Wachstumschancen“, sagt Koch. Mit deutschen Autobauern wie Audi oder VW arbeiten AMT/AKS in Mexiko schon viele Jahre zusammen.

Wir setzen auf die Qualitäten der Mittelständler.

Markus Kimpel, AKS/AMT

Vom massiven Strukturwandel in der Automobilindustrie sind auch die Zulieferer betroffen: „Wir setzen aber auf die Qualitäten eines Mittelständlers“, betont Markus Kimpel und erklärt: „Wir verfügen über umfassendes Know-how in unseren Nischen, sind schnell und flexibel, aber wir brauchen mehrere Standbeine, deshalb beobachten wir die Zukunfts-Geschäftsfelder intensiv und haben bereits vielversprechende Projekte angestoßen.“ Dabei würden die Aalener ihre Entwicklungsressourcen zielgerichtet einsetzen: „Wir analysieren die technologischen und marktseitigen Entwicklungen genau. So kann man seinen Weg finden und ihn anschließend gehen,“ weiß Koch.

Generell gelte bei AMT/AKS: „Die Transformation ist eingeleitet!“ Koch und Kimpel setzen auch auf eine verstärkte Zusammenarbeit der Bereiche AMT und AKS. So wurden die Einkaufssparten zusammengelegt, um Synergien zu nutzen. „Das gilt auch für weitere Organisationsteile wie die IT oder das Personalwesen. Unser Ziel ist eine große Organisation mit vielen Sparten, um die Kapazitäten weiter zu optimieren“, sagt Kimpel.

Neue Wege geht die Unternehmensgruppe auch in der Region. „Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber und werden dies klarer nach außen kommunizieren“, sagt Markus Kimpel. Der erste gemeinsame AKS/AMT-Familientag sei auf große Resonanz bei der Belegschaft und deren Angehörige gestoßen, über 1000 Gäste waren gekommen.

Auch die Ausbildungskooperationen mit regionalen Firmen wie Paul Hartmann oder Isimat funktioniere zuverlässig, ließ Koch wissen: „Wir bauen konsequent auf den eigenen Nachwuchs“. Zudem forciere man das betriebliche Gesundheitsmanagement und die ohnehin schon starke Weiterbildung – Kimpel: „Das Know-how und die Erfahrung der Mitarbeiter sind unser wertvollstes Kapital“. -wh-

© Wirtschaft Regional 27.12.2017 19:45
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