Zahlen & Fakten

Offene Geldschleusen

Japans Zentralbank hält die Geldschleusen weit geöffnet. Die Bank von Japan (BoJ) beschloss nach zweitägigen Beratungen, die Geldmenge unverändert um jährlich 80 Billionen Yen (rund 602 Mrd. EUR) auszuweiten. Zugleich wurde der Aufkauf von Staatsanleihen durch neue Maßnahmen ergänzt. So legt die Tokioter Notenbank ein Programm auf, um Käufe von Papieren börsengehandelter Investmentfonds um 300 Mrd. Yen (2,28 Mrd. EUR) pro Jahr zu erhöhen.

Windows 10 erreicht China

Microsoft geht ein Joint Venture mit einem chinesischen Unternehmen ein, um eine maßgeschneiderte Version seines Betriebssystems Windows 10 an Regierungsbehörden in der Volksrepublik verkaufen zu können. Das Joint Venture werde Windows 10 lizensieren, vertreiben, verwalten und für chinesische Regierungsbehörden und einige staatliche Unternehmen "optimieren" sowie den Kundendienst übernehmen, erklärte Microsoft-Direktor Yusuf Mehdi in einem Blogeintrag auf der Website des US-Konzerns. Wenn das Joint Venture erfolgreich sei, könne Windows 10 auch für zentrale Infrastrukturbereiche wie Energie, Telekommunikation und Transport zugelassen werden.

Gabelstapler zum Mieten

Der Maschinenbaukonzern Jungheinrich will sein Vermietungsgeschäft von Gabelstaplern auf dem chinesischen Markt kräftig ausbauen. Dazu gründen die Hamburger ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem größten chinesischen Hersteller Heli und werden mit diesem dort zum Marktführer in der Vermietung von Gabelstaplern und Hubwagen, sagte Jungheinrich-Chef Hans-Georg Frey.

Eon zieht um

Deutschlands größter Energiekonzern Eon hat mit dem Umzug seiner Zentrale von Düsseldorf nach Essen begonnen. Bis zum 23. Dezember sollen alle Mitarbeiter in Essen einsatzbereit sein. Der Eon-Mutterkonzern mit neuem Firmensitz in Essen will sich künftig mit mehr als 40 000 Mitarbeitern auf erneuerbare Energien und den Vertrieb konzentrieren. Die Kraftwerkssparte mit 14 000 Menschen bleibt mit dem Handel unter dem neuen Namen Uniper in Düsseldorf.

Frankreich schwächelt

Die Terroranschläge in Paris im November dämpfen die Wachstumsaussichten Frankreichs. Das Bruttoinlandsprodukt werde voraussichtlich nur um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal steigen, teilte das Statistikamt Insee mit. Bisher hatte es 0,4 Prozent erwartet. In den ersten beiden Quartalen 2016 rechnen die Statistiker wieder mit je 0,4 Prozent Plus.
© Südwest Presse 19.12.2015 07:45
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