Italien ist wieder Nummer eins der Wein-Länder

Guter Durchschnitt, aber nicht herausragend: Die Weinproduktion dürfte in diesem Jahr leicht zulegen. Deutschland bleibt unter dem Niveau des Vorjahres.Italien hat mit einer guten Ernte den Spitzenplatz in der Weinproduktion von Frankreich zurückerobert. Weltweit brachten die Hersteller nach einer ersten Schätzung der Internationalen Organisation für Rebe und Wein rund 275,7 Mio. Hektoliter in die Keller. Das seien 2 Prozent mehr als im Vorjahr und ein "guter Durchschnitt", sagte Generaldirektor Jean-Marie Aurand gestern in Paris.

Deutschland hält trotz eines leichten Rückgangs der erzeugten Menge den zehnten Platz. Die deutschen Winzer dürften demnach auf rund 8,8 Mio. Hektoliter kommen, 4 Prozent weniger Wein als im Vorjahr. Aurand begründete das nach seinen Angaben eher schwache Ergebnis mit dem Wetter.

Im Spitzentrio hat sich nur die Reihenfolge verändert: Italien zieht an Frankreich vorbei. Die Spitzenposition hatte in den vergangenen Jahren mehrfach zwischen den beiden Ländern gewechselt. Der Drittplatzierte Spanien fiel nach seinem Rekordjahr 2013 wieder auf ein durchschnittliches Ergebnis zurück. Die drei traditionsreichen europäischen Weinländer stemmen damit fast die Hälfte der weltweiten Produktion.

Außerhalb Europas ging es vor allem in Chile aufwärts. Die Vereinigten Staaten als größter nichteuropäischer Weinerzeuger blieben annähernd stabil.

Das Gleichgewicht zwischen Angebot und die Nachfrage auf dem weltweiten Weinmarkt sei in etwa gesichert, sagte Aurand. Auch für die industrielle Verarbeitung etwa zu Brandy, Essig oder Vermouth sei genug da.
© Südwest Presse 29.10.2015 07:45
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