Notizen vom 22. September 2015

Wieder Streiks bei Amazon

Beim Online-Versandhändler Amazon haben an mehreren Standorten in Deutschland Streiks begonnen. Die Aktionen sollen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi teilweise bis zum Ende der Woche dauern. Zu Lieferverzögerungen wird es nach Angaben des Unternehmens nicht kommen. Die Fronten in dem seit mehr als zwei Jahren andauernden Tarifstreit sind verhärtet. Mit Arbeitskämpfen vor allem auch in Hessen und Thüringen versucht Verdi, für die mittlerweile rund 10 000 Mitarbeiter des US-amerikanischen Versandhandelsriesen in Deutschland einen Tarifvertrag auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels durchzusetzen.

Bankenverband skeptisch

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) lehnt eine komplette Abschaffung aller Vorteile für Staatsanleihen in den Bilanzen von Banken ab. "Eine völlige Gleichstellung privater und öffentlicher Schuldner ist nicht sinnvoll", sagte BdB-Geschäftsführer Michael Kemmer. Banken müssen zwar auch für Kredite an Staaten Risikopuffer in den Bilanzen bilden. Es müsse aber Bestands- und Übergangsregeln geben.

Neuer Nordsee-Chef

Die Restaurantkette Nordsee bekommt einen neuen Chef: Robert Jung wird von 2016 an Vorsitzender der Geschäftsführung der Kette. Das teilte das Bremerhavener Unternehmen mit. Jung übernimmt den Posten von Hiltrud Seggewiß, die in den Aufsichtsrat wechselt. Die Restaurantkette hat in derzeit etwa 5200 Beschäftigte und 800 Beschäftigte bei Franchisepartnern. Nordsee verfügt über 381 Filialen.

Kritik an Subventionen

Die Subventionierung fossiler Energieträger geht zurück. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD). Als Gründe gelten vor allem der niedrige Ölpreis und Entscheidungen vieler Regierungen für eine ökologischere Politik. Allerdings geben die Staaten laut OECD immer noch jährlich doppelt so viel Geld für fossile Energieträger aus wie im Kampf gegen den Klimawandel notwendig wäre.

Bundesbank optimistisch

Die Bundesbank sieht die deutsche Wirtschaft auf einem stabilen Wachstumspfad. "Die zuletzt recht kräftige Aufwärtsbewegung der gesamtwirtschaftlichen Aktivität in Deutschland dürfte sich im Sommer fortgesetzt haben", heißt es im jüngsten Monatsbericht. Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt und sinkende Energiepreise für private Haushalte sorgten weiter "für eine gute Konsumkonjunktur".
© Südwest Presse 22.09.2015 07:45
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