BASF leidet unter Verfall des Ölpreises

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat seine Prognose für 2015 trotz erneuter Wachstumsdämpfer durch den Ölpreisverfall bestätigt. Angesichts des schwächeren Wachstums in der Chemie sei dieses Ziel aber "durchaus anspruchsvoller" als vor sechs Monaten, sagte Vorstandschef Kurt Bock bei der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal 2015. Rückenwind erhielt BASF von April bis Juni von guten Geschäften mit der Auto- und Bauindustrie.

Das Unternehmen profitierte zudem von positiven Währungseffekten und der Auflösung von Rückstellungen für die Erfolgsbeteiligung von Managern im Zuge des gesunkenen Aktienkurses. Für die Zukunft hofft Bock auch auf Iran-Geschäfte. Zudem signalisierte er Interesse an einer Nord-Stream-Beteiligung.

Von April bis Juni stieg der Umsatz dank höherer Absatzmengen in der Sparte Öl und Gas sowie positiver Währungseffekte um 3,4 Prozent auf 19,1 Mrd. EUR. Der Umsatz bei Öl und Gas legte dank kräftiger Zuwächse beim Erdgashandel zwar um 15 Prozent zu, das Wachstum litt aber unter dem um 44 Prozent gesunkenen Ölpreis. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 1,26 Mrd. EUR, das waren 0,5 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Nachdem die Chemieproduktion im ersten Halbjahr hinter den Erwartungen der BASF zurückgeblieben waren, zeigte sich Bock für den Rest des Jahres vorsichtiger.
© Südwest Presse 25.07.2015 07:45
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