Notizen vom 1. Juni 2015

Schwere Geschütze

Unmittelbar vor dem Start der sechsten Gesprächsrunde im Tarifstreit bei der Post haben Gewerkschaft und Vorstand schwere Geschütze aufgefahren. Verdi-Chef Frank Bsirske drohte dem Management vor dem Verhandlungsbeginn heute in Berlin mit einer Ausweitung des Arbeitskampfes. Konzernchef Frank Appel kritisierte hingegen, Verdi setze Mitarbeiter gezielt unter Druck, damit sie sich an den Warnstreiks beteiligen.

Bahn drohen rote Zahlen

"Wie eine Schleppe" - die Folgen der neun Lokführerstreiks bei der Deutschen Bahn dürften aus Sicht des Managements noch länger auf dem Konzern lasten. Finanzvorstand Richard Lutz sagt: "Die Streiks der Lokführergewerkschaft GDL haben uns schon bisher weit mehr als 300 Millionen Euro gekostet." Der Bahn drohe ein Abrutschen in die roten Zahlen.

Drohne stürzt ab

Rückschlag für Googles ambitionierte Pläne, dünn besiedelte Regionen mit Internet aus der Luft zu versorgen: Ein Drohnen-Prototyp stürzte beim Testflug ab. Der Konzern glaubt jedoch weiter an das Programm. Die betreffende unbemannte Drohne "Solara 50" hat eine Flügel-Spannweite von 50 Metern. Diese Modelle sollen in einer Höhe von rund 20 Kilometern fliegen und von dort Funksignale übermitteln - bis zu fünf Jahre lang ohne Zwischenlandung. Die Tragflächen der Drohnen sind mit Solarzellen bedeckt, die auch Batterien für den Flug in der Dunkelheit aufladen.

Top-Manager gestorben

Der Präsident des Kreditkarten-Anbieters American Express, Ed Gilligan, ist auf einer Dienstreise überraschend gestorben. Der 55-Jährige sei am Freitag an Bord eines Flugzeugs auf dem Weg nach New York plötzlich schwer krank geworden.

Anklage wegen Mordes

Gut zwei Jahre nach dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch, bei dem mehr als tausend Menschen getötet wurden, soll sich der Eigentümer nun wegen Mordes vor Gericht verantworten müssen. Es werden insgesamt 41 Mordanklagen erhoben. Unter anderem seien Fabrikbesitzer Sohel Rana und seine Eltern betroffen.

Umweltfreundlicher Hafen

Weltpremiere in Hamburg: Nach monatelangem Probebetrieb versorgt jetzt ein schwimmendes Flüssiggas-Kraftwerk die Kreuzfahrtschiffe der Aida-Flotte mit Strom. Flüssiggas-Kraftwerke sind neben Landstrom eine Möglichkeit, die Schadstoffe aus dem Schiffsbetrieb während der Liegezeit deutlich zu reduzieren.
© Südwest Presse 01.06.2015 07:45
828 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?