Zahlen & Fakten

Allianz muss abschreiben

Der Münchner Finanzkonzern Allianz hat infolge des Debakels um die Abwicklung der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria bisher 56 Mio. EUR an Forderungen abgeschrieben, die der Versicherer gegenüber der Abwicklungsanstalt Heta hat. Insgesamt ist die Allianz dort mit 133 Mio. EUR engagiert. Die Abschreibung bremste die Allianz nur wenig. Der Gewinn im ersten Quartal stieg um 11 Prozent auf 1,9 Mrd. EUR. Der Umsatz legte um 11 Prozent auf 37,8 Mrd. EUR zu.

LBBW steigert Gewinn

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat ihr Ergebnis im ersten Quartal dank niedrigerer Belastungen durch Staatshilfen deutlich gesteigert. Der Gewinn nach Steuern legte gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent auf 76 Mio. EUR zu. Dabei profitierte die LBBW vor allem von niedrigeren Provisionen für Garantien des Landes Baden-Württemberg.

W&W startet gut

Der Finanzkonzern Wüstenrot&Württembergische (W&W/Stuttgart) ist dank eines starken Neugeschäfts und seines Sparkurses mit einem Gewinnplus ins neue Jahr gestartet. Unterm Strich verdiente das Unternehmen 54,7 Mio. EUR nach 54,2 Mio. EUR im Vorjahr. Zuletzt hatte W&W Stellen gestrichen und sich gesund gespart. Im ersten Quartal hat sich das Neugeschäft in der Bausparkasse Wüstenrot rückläufig entwickelt.

Flaues Frachtgeschäft

Der Preiskampf im Frachtgeschäft und hohe Kosten für den Umbau dieser Sparte haben der Deutschen Post (Bonn) zum Jahresstart einen leichten Gewinnrückgang gebracht. Während der Umsatz getrieben vom starken Dollar um 9 Prozent auf 14,8 Mrd. EUR zulegte, sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 1 Prozent auf 720 Mio. EUR. Der Quartalsgewinn sank um 1,5 Prozent auf 495 Mio. EUR.

Zalando wächst stark

Der Online-Modehändler Zalando (Berlin) hat in den ersten drei Monaten einen Gewinn von 24,3 Mio. EUR erzielt, nachdem er im Vorjahreszeitraum einen Verlust von 29 Mio. EUR verkraften musste. Der Umsatz zog um 29 Prozent auf 644 Mio. EUR an. Daher hat der Online-Versandhändler jetzt seine Prognose erhöht. Die Zahl der Mitarbeiter legte seit dem Jahresanfang um 10 Prozent auf 8300 zu.

SHW mit neuem Chef

Frank Boshoff übernimmt künftig das Ruder beim Autozulieferer SHW AG (Aalen). Der Aufsichtsrat wählte den Manager zum neuen Vorstandsvorsitzenden. Der 48-Jährige, der im Juli antritt, war zuletzt Manager beim Hildesheimer Autozulieferer KSM Castings, der seit Jahren auch Ölpumpengehäuse für die SHW AG fertigt. Der bisherige Vorstandschef Thomas Buchholz hört Ende Juni aus persönlichen Gründen auf.
© Südwest Presse 13.05.2015 07:45
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