Erfolg für BayernLB gegen Hypo Alpe Adria

Überraschend hat das Landgericht München die Abwicklungsanstalt der österreichischen Skandalbank Hypo Alpe Adria zur Rückzahlung einer Milliardensumme an die Bayern LB verurteilt. Die Bank müsse offene Kreditforderungen der Bayern LB aus mehreren Verträgen mitsamt Zinsen ersetzen, sagte die Vorsitzende Richterin Gesa Lutz. In dem Prozess hatte die Bayern LB von der einstigen Tochter HGAA die Rückzahlung von rund 2,4 Mrd. EUR verlangt, die sie ihr früher gewährt hatte.

Damit hat die Bayern LB sich in einem Streit durchgesetzt, der seit rund eineinhalb Jahren vor Gericht tobt. Das Österreich-Engagement hatte der Landesbank mit dem Haupteigentümer Bayern tiefe Wunden geschlagen. Beobachter rechnen allerdings nicht damit, dass dies schon das Ende der Auseinandersetzungen ist.

2012 hatte die frühere Bayern-LB-Tochter die Rückzahlung der Kredite mit Verweis auf ihre eigene Notlage eingestellt. Seitdem weigerte sie sich, das Geld zu überweisen. In ihrer Begründung listete die Richterin alle Kreditverträge auf, die die Abwicklungsanstalt der Hypo Alpe Adria nun erfüllen soll.

Inzwischen betrifft der Umgang Österreichs mit den Resten der HGAA auch andere Banken in Deutschland, da das Land vor zwei Monaten auch die HGAA-Abwicklungsanstalt namens Heta auf Eis gelegt hat.
© Südwest Presse 09.05.2015 07:45
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