Experten: Kaum Fachkräftemangel im Südwesten

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sagt einen bundesweiten Engpass bei technischen Berufen im Jahr 2030 voraus, sollten sich die gegenwärtigen Trends fortsetzen. Ein Überangebot werde es unter dieser Voraussetzung bei kaufmännischen Dienstleistungs- und bei lehrenden Berufen, bei Kaufleuten im Warenhandel sowie bei rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Berufen geben. Die demografische Entwicklung und die Wirtschaftsstruktur gäben die Richtung für die Entwicklung des Arbeitskräfteangebots und -bedarfs vor.

Das Institut sagte zusammen mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erstmals regionale Ergebnisse zur Arbeitskräfteentwicklung voraus: In Baden-Württemberg und Bayern wird - im Gegensatz zu den anderen Regionen - die Bevölkerung zunehmen; die Forscher sehen das verarbeitende Gewerbe auch weiterhin als Motor des wirtschaftlichen Wachstums. Dort werde es zu einem Überangebot von Fachkräften in Berufen kommen, die Maschinen und Anlagen steuern und warten, ebenso von akademisch geprägten IT- und naturwissenschaftlichen Berufen. In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sei die Wirtschaftsstruktur weiter geprägt vom Finanz- und Versicherungssektor. Dort werde es ein Überangebot an kaufmännischen sowie rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Berufen geben.
© Südwest Presse 17.04.2015 07:45
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