Die Kündigung sollte der neue Dienstleister übernehmen

Bester Weg Wer seinen Telefonanbieter wechselt, sollte sich möglichst an den vom Gesetzgeber vorgesehenen Weg halten. Dieser sieht vor, dass Kunden nicht selbst kündigen, sondern der neue Anbieter die Kündigung übernimmt. Dann darf die Leitung während des Wechsels nur einen Kalendertag lang stumm bleiben, erklären Verbraucherschützer. Geht die Umschaltung des Anschlusses oder die Mitnahme der Rufnummern schief, muss der alte Anbieter wieder einspringen und die Versorgung des Kunden übernehmen. Dafür darf er allerdings nur die Hälfte der Grundgebühr kassieren.

Rechte Bleibt beim Anbieterwechsel die Leitung tot, haben Kunden möglicherweise ein Sonderkündigungsrecht. Sie müssen ihrem Anbieter aber eine Chance geben, den Vertrag zu erfüllen. Am besten dazu per Einschreiben mit Rückschein zwei bis drei Wochen Frist einräumen. Generell sollten Leitungsstörungen vom Kunden dokumentiert und dem Anbieter gemeldet werden. Zudem können sich Verbraucher an die Bundesnetzagentur wenden, die auf ihrer Internetseite ein Formular eingerichtet hat.

Unklar Trotz aller Regelungen gibt es unklare Bereiche. Ob beim Wechsel vom Telefon- ins Kabelnetz gesetzliche Regelungen gelten, ist umstritten. Deswegen sollten sich Verbraucher vorher gut über mögliche Zusatzkosten durch abweichende Schaltungstermine und Parallelbetrieb informieren. dpa
© Südwest Presse 26.02.2015 07:45
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