Karstadt kündigt weniger Mitarbeitern

Gute Nachricht für Karstadt-Beschäftigte: Der Betriebsrat hat in Verhandlungen mit der angeschlagenen Warenhauskette die Zahl der geplanten Kündigungen deutlich verringern können. Vereinbart wurden etwa Altersteilzeit- und Vorruhestandsregelungen. Deshalb halbiert sich die Zahl der zu erwartenden Entlassungen von ursprünglich 2750 auf 1400, sagte Gesamtbetriebsratsvorsitzender Hellmut Patzelt. Unter den gegebenen Umständen sei er mit dem Ergebnis "sehr zufrieden". Der Konzern wollte sich nicht zu konkreten Zahlen äußern, bestätigte aber die Einigung und sprach von einem "Durchbruch" beim Sanierungsprogramm.

Arbeitnehmer und Konzernführung hatten in den vergangenen Monaten im Zuge der Sanierungsbemühungen über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan verhandelt. Karstadt betonte, mit dem Kompromiss sei das Unternehmen einen entscheidenden Schritt weiter gekommen.

Konzernführung und Arbeitnehmer verständigten sich darauf, für die von Kündigungen betroffenen Mitarbeiter eine Transfergesellschaft einzurichten, um sie zu qualifizieren. Auch bei den heftig kritisierten Plänen, spezialisierte Serviceteams für die Warenversorgung zu bilden, gab es eine Einigung. Hier setzt Karstadt nun auf Freiwilligkeit und Fluktuation. Änderungskündigungen und Abgruppierungen werde es nicht geben.
© Südwest Presse 23.02.2015 07:45
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