Lufthansa einigt sich mit Piloten von Eurowings

Abseits des weiter schwelenden Tarifkonflikts mit den Lufthansa-Piloten ist es der Fluggesellschaft gelungen, für die rund 300 Piloten der Billigtochter Eurowings (Frankfurt) einen langfristigen Tarifvertrag abzuschließen. 2015 erhalten die Eurowings-Piloten 2,5 Prozent mehr Lohn, in den Jahren darauf mindestens 2 Prozent. Mit der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) habe sich die Airline auf neue Verträge mit einer Laufzeit von fünf Jahren geeinigt.

Im Dezember hatte der Lufthansa-Vorstand die Gründung der neuen Billig-Airline bekanntgegeben. Die Angestellten von Eurowings verdienen allerdings deutlich weniger als ihre Kollegen mit einem Konzerntarifvertrag.

Der Tarifkonflikt zwischen Lufthansa und VC um die Zukunft der Piloten der Muttergesellschaft hatte sich dagegen jüngst verschärft. VC kündigte vergangene Woche an, dass "Arbeitskampfmaßnahmen jederzeit möglich und wahrscheinlich" seien.

Zwischen dem Konzern und Cockpit schwelt seit Monaten ein Tarifkonflikt, in dem die Piloten bereits mehrfach streikten. Ein Knackpunkt ist die Altersversorgung der Piloten. Das Unternehmen will die Altersgrenze anheben, ab der ihre Piloten in den bezahlten Frühruhestand gehen können. Außerdem sollen künftige Piloten nach Plänen der Lufthansa keine betriebliche Frührente mehr erhalten.
© Südwest Presse 22.01.2015 07:45
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