BÖRSENPARKETT: Gefragt sind starke Nerven

Es war ein Hinweis auf das gesamte Börsenjahr 2015. Für Anleger und Börsianer ist nach der ersten Handelswoche des neuen Jahres klar: Sie brauchen wieder starke Nerven. Die ersten Börsentage verliefen unruhig. Die erneute Debatte über Griechenland, der geschwächte Euro, negative Inflationsraten in der Euro-Zone, gute US-Konjunkturaussichten und Rekord-Verkaufszahlen der deutschen Autokonzerne schickten die Kurse auf Berg- und Talfahrt. Der Aktienindex Dax schwankte zwischen 9380 und 9900 Punkten.

Das gesamte erste Quartal wird nach Ansicht von Gerhard Schwarz, Aktienstratege der Baader Bank, schwierig bleiben. Die Gründe sieht er in der vergleichsweise schwachen Entwicklung in Deutschland, in China und Russland.

Positiver gestimmt ist Uwe Hohmann vom Bankhaus Metzler, vor allem für Deutschland. "Der starke Binnenkonsum und die Abwertung des Euro spielen vielen deutschen Unternehmen in die Hände." Auch der niedrige Ölpreis sollte die Wirtschaft stimulieren. Dazu gesellten sich die relativ niedrige Arbeitslosigkeit und die sinkende Sparquote. Ulrich Urbahn von der Commerzbank verbreitet ebenfalls Zuversicht - nicht zuletzt wegen der üppigen Dividenden von erstmals mehr als 30 Milliarden Euro, die die 30 Dax-Konzerne ausschütten.
© Südwest Presse 12.01.2015 07:45
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