Notizen vom 24. November 2014

Öffnungsklausel gefordert

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall will in der anstehenden Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie Öffnungsklauseln für angeschlagene Betriebe durchsetzen. "Der Tarifabschluss muss die Heterogenität unserer Branche berücksichtigen", sagte Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger der "Wirtschaftswoche". Es gebe Betriebe, denen es blendend gehe, anderen drohe Kurzarbeit. "In so unsicheren Zeiten können wir keine Tarifpolitik mit der Gießkanne machen."

BER noch später fertig?

Der neue Hauptstadtflughafen BER wird laut "Bild am Sonntag" frühestens Mitte 2017 eröffnen können, möglicherweise gar erst im Jahr 2018. Das berichtete das Blatt unter Berufung auf interne Planungsunterlagen. In den Terminplänen für die einzelnen Abschnitte stehe derzeit, dass alle Baumaßnahmen am "28. Oktober 2016" abgeschlossen sein sollen. Darauf folge ein sechsmonatiger Probebetrieb. Mitte 2017 könnte dann die Eröffnung sein, dieser Termin stehe aber wegen bautechnischer Probleme auch auf der Kippe. Ursprünglich sollte der Flughafen Berlin Brandenburg 2012 eröffnet werden.

Druck auf Energiebranche

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) will die Stromkonzerne laut "Spiegel" zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen zwingen. Der Minister habe die Energieversorger für heute nach Berlin eingeladen, um über die Abschaltung von Kohlekraftwerken zu verhandeln, berichtete das Nachrichtenmagazin. Gabriel will erreichen, dass die fossilen Kraftwerke ihre CO2-Emissionen von 2016 bis 2020 um jährlich mindestens 4,4 Mio. Tonnen reduzieren.

Uber sieht Reformbedarf

Der umstrittene US-amerikanische Fahrdienst-Vermittler Uber dringt auf eine Reform des Personenbeförderungsgesetzes in Deutschland. So sei eine Ortskenntnisprüfung in Zeiten der Satellitennavigation überflüssig, sagte Uber-Deutschlandchef Fabien Nestmann der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung."

Burger King sucht Lösung

Die Fast-Food-Kette Burger King (München) erwartet keine rasche Lösung im Streit mit dem gekündigten Franchisenehmer Yi Ko (Stade). "Wir können nicht versprechen, dass und wie schnell es eine Lösung gibt", sagte Deutschland-Chef Andreas Bork der "Welt am Sonntag". Zwar werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die 89 betroffenen Restaurants in eine neue Eigentümerstruktur zu überführen, um von den 3000 gefährdeten Job so viele wie möglich zu sichern. Die Situation sei aber hochkomplex.
© Südwest Presse 24.11.2014 07:45
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