Notizen vom 9. Oktober 2014

Weniger Aufträge

Nach einem guten Start ins zweite Halbjahr hat die schwache Auftragslage im August der deutschen Elektroindustrie einen erneuten Rückschlag versetzt. Die Unternehmen erhielten 3,6 Prozent weniger Bestellungen als ein Jahr zuvor, wie der Branchenverband ZVEI mitteilte. Vor allem im Inland orderten die Kunden deutlich weniger (minus 7,9 Prozent). Die Produktion der Elektrofirmen fiel im August um 1,4 Prozent geringer aus als vor einem Jahr.

Balz will Insolvenzplan

Windreich-Gründer Willi Balz will sich mit den Gläubigern seiner insolventen Firma einigen. Bis Anfang November soll in Zusammenarbeit mit dem Insolvenzexperten Volker Grub ein Insolvenzplan vorgelegt werden. Der Plan müsste dann noch von einem Gericht geprüft und von der Gläubigerversammlung angenommen werden.

Interlübke verkauft

Der traditionsreiche Möbel-Hersteller Interlübke ist an zwei Investoren verkauft worden. Knapp zwei Jahre nach dem Insolvenzverfahren, mit dem die Inhaber Leo Lübke (90 Prozent) und seine Mutter (10 Prozent) einen Neuanfang versuchten, hätten nun die Investoren Peter Rutishauser und Richard Lenz die Anteile übernommen. Interlübke setzte zuletzt mit 230 Mitarbeitern rund 26 Mio. EUR um.

Bodenhaltung wichtiger

Deutsche Legehennen leben überwiegend in Bodenhaltung. Im Dezember 2013 wurden knapp über 63 Prozent der Tiere auf diese Art und Weise gehalten, teilt das Statistische Bundesamt mit. Die Zahl der Tiere, die in Freilandhaltung leben, liegt bei knapp 16 Prozent. Rund 12,5 Prozent der Hennen leben in Kleingruppenhaltung und ausgestalteten Käfigen.

Desertec droht das Aus

Der Wüstenstrominitiative der deutschen Industrie, Desertec, droht nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" möglicherweise das Aus. Der Zusammenschluss aus internationalen Konzernen könne sich nicht auf eine Fortführung der Desertec-Industrieinitiative in bisheriger Form einigen.

Neuer Schub für Saab

Die chinesischen Eigner des schwedischen Autokonzerns Saab haben noch einmal Aufschub bekommen. Ein Gericht im schwedischen Vänersborg genehmigte dem Konsortium National Electric Vehicle Sweden (Nevs) die Reorganisierung bis zum 29. November fortzusetzen. Nevs schuldet seinen Zulieferern inzwischen fast eine halbe Milliarde schwedische Kronen (55 Mio. EUR). Die Autoproduktion steht seit Mai still.
© Südwest Presse 09.10.2014 07:45
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