NOTIZEN vom 16. Juni 2014

Gabriel prüft RWE-Dea

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) prüft den Verkauf der Öl- und Gasfördertochter Dea des Energiekonzerns RWE an einen russischen Oligarchen. Das Ministerium prüfe, ob nach dem Außenwirtschaftsgesetz strategische Interessen Deutschlands verletzt werden. Dazu zählt etwa die Versorgungssicherheit.

Pofalla geht 2015 zur Bahn

Der frühere Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) geht Anfang 2015 zur Deutschen Bahn, kündigte Bahnchef Rüdiger Grube nach einem Bericht des Bremer "Weser-Kurier" an. Mit dem Wechsel habe das Unternehmen eine zwölfmonatige Karenzzeit abgewartet.

Entlastungen im Auge

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat für deutsche Obst- und Gemüsebauern Entlastungen zum Ausgleich für den gesetzlichen Mindestlohn angeregt. Laut Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" werde in Unionskreisen über Entlastungen der Arbeitgeber etwa bei Sozialabgaben oder Steuern für Erntehelfer nachgedacht.

Aldi prüft Sanktionen

Der Discounter Aldi Nord prüft nach einem Bericht über menschenverachtende Produktionsbedingungen in der Lieferkette von Garnelenprodukten Konsequenzen. "Sollten sich die erhobenen Vorwürfe bestätigen, werden wir umgehend Sanktionen einleiten", teilte Aldi Nord mit.

Alno streicht Stellen

Nur wenige Monate nach der Übernahme des Schweizer Marktführers AFG baut Alno am Standort in Dietlikon 100 der mehr als 500 Arbeitsplätze ab. Die Produktion von Piatti-Küchen werde an den Stammsitz nach Pfullendorf verlagert. Dadurch soll die Auslastung der Produktion in Pfullendorf auf nahezu 100 Prozent gesteigert werden.

Hugo Boss im Zwielicht

Zulieferer des Metzinger Modekonzerns Hugo Boss sollen ihren Mitarbeitern nach Informationen des "Spiegel" zu niedrige Löhne zahlen. Die durchschnittlichen Nettogehälter in der Türkei und in Kroatien würden laut der Recherchen des internationalen Netzwerks "Clean Clothes Campaign" zwischen 308 und 440 EUR liegen. Das festgelegte Existenzminimum pro Familie etwa in der Türkei betrage dagegen 1002 EUR. Eine Konzernsprecherin erklärte auf Anfrage, dass alle Zulieferer in diesen Ländern stetig überprüft würden. Die genannten Zahlen könne sie weder bestätigen noch dementieren. Sie kündigte eine Prüfung der Vorwürfe an.
© Südwest Presse 16.06.2014 07:45
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