Montag ist Stichtag für Steuererklärung

Fristverlängerung einfach zu beantragen
Höchste Eisenbahn für die Steuererklärung 2013: Spätestens am Montag muss sie beim Finanzamt sein. Doch es gibt auch Ausnahmen.Die Abgabe einer Einkommensteuererklärung kann sich lohnen: Rund 860 EUR bekommen Arbeitnehmer im Durchschnitt zurück, so die Erfahrung des Bundes der Steuerzahler. Doch jetzt eilt es: Spätestens am Montag muss die Erklärung beim Finanzamt eintreffen. Eigentlich ist der 31. Mai der Stichtag. Doch dieses Jahr verschiebt er sich wegen des Wochenendes. Wer einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein einschaltet, kann sich bis zum Jahresende Zeit lassen.

Wer eine Steuererklärung abgeben müsste und dies nicht tut, dem droht pro Monat ein Säumniszuschlag von 1 Prozent der Steuer. Allerdings ist es möglich, das Finanzamt um eine Fristverlängerung zu bitten. In der Regel wird sie problemlos bis maximal 30. September gewährt, etwa wegen großer Arbeitsbelastung oder Krankheit. Es reicht aus, dem Finanzamt zu schreiben, dass man keine schriftliche Antwort benötigt, wenn es zustimmt.

Eine Steuererklärung abgeben muss jeder, der 2013 mehr als 8130 EUR (Ehepaare und Lebenspartner 16 260 EUR) Jahreseinkommen hatte. Arbeitnehmer sind nur unter bestimmten Bedingungen dazu verpflichtet, weil ihnen Lohnsteuer abgezogen wird: Etwa wenn auf ihrer Lohnsteuerkarte ein Freibetrag für erhöhte Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen eingetragen wurde; wenn beide Ehegatten Arbeitslohn erhalten haben und einer nach Steuerklasse 5 oder 6 besteuert wurde oder wenn Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosen-, Kranken- und Elterngeld bezogen wurden.

Für Rentner gilt: Auch sie müssen eine Steuererklärung abgeben, wenn ihre Einkünfte über dem Existenzminimum liegen. Da die Rente nur zum Teil versteuert werden muss, ist die Grenze für sie bei etwa 1500 EUR Rente im Monat. Haben sie daneben noch andere Einkünfte, müssen sie schneller ran.

Beim Ausfüllen der Formulare ist Sorgfalt angebracht: Landet ein Betrag in der falschen Zeile, streicht ihn das Finanzamt. Es trägt ihn aber nicht an der richtigen Stelle ein, warnt die Vereinigte Lohnsteuerhilfe. Haushaltsnahe Handwerker- und Dienstleistungen werden nur anerkannt, wenn sie überwiesen werden, nicht dagegen bei Barzahlung. Der Steuerbescheid sollte gründlich geprüft werden: Die Einspruchsfrist endet nach 4 Wochen.
© Südwest Presse 30.05.2014 07:45
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