Bafin prüft Manipulation des Goldpreises

Deutschlands Finanzaufsicht Bafin untersucht neben der möglichen Beteiligung von Banken an der Manipulation international bedeutsamer Zinssätze auch Unregelmäßigkeiten bei der täglichen Ermittlung der Gold- und Silberpreise in London. "Die Untersuchungen laufen seit einigen Monaten und dauern noch an", sagte ein Bafin-Sprecher in Bonn. Die einzige Bank aus der Bundesrepublik, die bei der täglichen Ermittlung der Gold- und Silberpreise mitwirkt, ist die Deutsche Bank. Namen der betroffenen Banken wollte der Bafin-Sprecher jedoch nicht nennen. Auch zum Stand der Ermittlungen machte der Sprecher der Finanzaufsicht keine Angaben und berief sich auf die Verschwiegenheitspflicht der Behörde.

Der Weltmarktpreis für Gold wird täglich in London zu je einem Zeitpunkt am Vor- und am Nachmittag festgelegt. Die Londoner Edelmetallbörse befragt dazu eine Gruppe von fünf Banken. Dazu gehören neben der Deutschen Bank die britische Großbank Barclays, die Bank of Nova Scotia, die HSBC Bank USA und die französische Société Générale. An der täglich einmal ausgeführten Ermittlung des Silberpreises wirken drei Banken mit: Deutsche Bank, Bank of Nova Scotia und HSBC Bank USA. Die Deutsche Bank ist schon länger im Visier wegen des Verdachts auf Beteiligung an der Manipulation der international bedeutsamen Zinssätze Libor und Euribor.
© Südwest Presse 28.11.2013 07:45
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