EZB will keine Negativ-Zinsen

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hat Spekulationen über einen negativen Zins in der Euro-Zone heruntergespielt. Das Thema sei auf der jüngsten Sitzung zu den Zinsen angesprochen worden. "Seitdem gibt es jedoch nichts Neues", betonte Draghi in Berlin. Er reagierte damit auf Berichte, wonach die EZB erstmals einen negativen Zins in Betracht ziehe. Demnach soll auf letzten EZB-Ratssitzung darüber debattiert worden sein, den Einlagensatz von 0,00 auf minus 0,10 Prozent zu senken. Geldhäuser müssten dann Geld für Einlagen bei der Zentralbank zahlen.

Draghi bekräftigte, aus dem, was er gesagt habe, sollte nicht auf die Möglichkeit negativer Einlage-Zinsen geschlossen werden. Er verteidigte die jüngste Zinssenkung auf das Rekord-Tief von 0,25 Prozent: "Die Zinsraten sind niedrig, weil die Wirtschaft schwach ist."
© Südwest Presse 22.11.2013 07:45
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