NOTIZEN vom 22. November 2013

  • Siemens-Betriebsratschef Lothar Adler verlässt Siemens nach 43 Jahren. Foto: dpa
Mehr Selbstanzeigen

Die geänderte Geschäftspolitik der Schweizer Banken treibt die Zahl der Selbstanzeigen von Steuersündern in Deutschland in die Höhe. Bis Ende Oktober gingen bei den deutschen Finanzämtern rund 20 000 Selbstanzeigen ein, davon 5185 in Baden-Württemberg, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine Umfrage bei den Finanzministerien der Länder berichtete. Im gesamten Jahr 2012 waren es 8000 Selbstanzeigen gewesen.

Warnstreiks im Handel

Im Tarifkonflikt des Südwest-Einzelhandels haben Beschäftigte kurz vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts noch einmal die Muskeln spielen lassen. Rund 800 Mitarbeiter legten in Stuttgart sowie rund um Mannheim und Heidelberg die Arbeit nieder.

ADAC außen vor

Der ADAC ist vorerst aus dem Bieterrennen beim Verkauf des insolventen Nürburgrings. Der zweitgrößte Autoclub der Welt erhält keinen Einblick in die Geschäftszahlen. "Die mittlere zweistellige Millionensumme, die wir geboten haben, sehen die Sanierer als zu niedrig an", sagte ADAC-Sprecher Kay Langendorff.

Verdi will 5,5 Prozent

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die rund 145 000 Beschäftigten in der deutschen Druckindustrie 5,5 Prozent

mehr Geld. Die Tarifgespräche starten voraussichtlich im Januar.

Adler gibt auf

Siemens-Gesamtbetriebsratschef Lothar Adler gibt die geplante Vertragsverlängerung über seinen 65. Geburtstag hinaus auf. Gegen Adler wird intern ermittelt. Medienberichten zufolge soll er nach seiner Wahl vom Vize zum Gesamtbetriebsratschef eine kräftige Gehaltserhöhung bekommen haben.

Tarifrunde in der Chemie

Die Gewerkschaft IG BCE fordert für die rund 100 000 Beschäftigten der Chemieindustrie im Südwesten eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent. "Die Erwartungshaltungen in den Betrieben an diese Tarifrunde sind hoch", sagte die IG-BCE-Landesbezirksleiterin Catharina Clay.
© Südwest Presse 22.11.2013 07:45
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