NOTIZEN vom 23. Oktober 2013

Röslers letzte Prognose

Der scheidende Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler blickt optimistisch ins kommende Jahr: 2014 werde die Wirtschaft um 1,7 Prozent wachsen. In diesem Jahr rechnet die Regierung mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,5 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten dürfte mit rund 42 Millionen einen neuen Höchststand erreichen.

EuGH bestätigt Verbot

Die EU-Mitgliedstaaten dürfen Strom- und Gasnetze in öffentlicher Hand durch Privatisierungs- und Beteiligungsverbote vor dem Zugriff von Energiekonzernen schützen, entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH). In den Niederlande dürfen privater Investoren keine Anteile an einem dort tätigen Strom- oder Gasnetzbetreiber erwerben oder halten. Dagegen klagten Energiekonzerne, unter anderem eine Tochter der deutschen RWE.

Inkassofirmen warnen

Die Deutschen kaufen wegen niedriger Zinsen immer mehr per Kredit und sind damit aus Sicht der Inkassowirtschaft auf einem gefährlichen Weg. "Ein Konsum auf Pump ist eine tickende Zeitbombe, die bei einem Abschwung der Wirtschaft enormen Schaden zufügen kann", warnte der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen. Bereits jetzt habe sich die Zahlungsmoral der Verbraucher leicht eingetrübt.

Kleine Firmen klagen

Trotz der anhaltend niedrigen Zinsen haben es kleine Unternehmen im Südwesten schwer, an Kredite zu kommen. Die Schwierigkeiten, der Kleinst- und Kleinunternehmen, Darlehen zu bekommen, sei besorgniserregend, obwohl grundsätzlich eine Entspannung am Kreditmarkt zu erkennen sei, sagte Günther Hieber, Präsident des Bundes der Selbstständigen in Baden-Württemberg.

5,5 Prozent bei Chemie

Die für die Chemieindustrie zuständige Gewerkschaft IG BCE geht mit einer Forderung nach einer Entgelterhöhung von 5,5 Prozent in die nächste Tarifrunde. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrages für die bundesweit rund 550 000 Tarifbeschäftigten solle zwölf Monate betragen. Den Auftakt zur Tarifrunde macht am 2. Dezember Rheinland-Pfalz.

Mindestlohn gefordert

In Hannover haben die ersten Verhandlungen über einen Mindestlohn in der Fleischindustrie begonnen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert einen bundeseinheitlichen Mindestlohn von 8,50 Euro für alle Beschäftigten.
© Südwest Presse 23.10.2013 07:45
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