NOTIZEN vom 14. Oktober 2013

Kein Stress vor Stresstest

Die deutschen Banken sehen den Bilanzprüfungen durch die Europäische Zentralbank (so genannter Stresstest) gelassen entgegen. Sie plädieren gar für strenge Tests und kritisieren, dass noch unklar ist, wie mögliche Kapitallücken geschlossen werden sollen. "Entscheidend ist, dass der Prozess absolut glaubwürdig ist", sagte der Verbandspräsident und Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen. Ziel sei, das Vertrauen in einen stabilisierten

Bankensektor zu stärken.

Allianz gegen Grenzwerte

Im Streit um die CO2-Grenzwerte für Neuwagen hat die Bundesregierung nach einem Bericht des "Spiegel" die britische Regierung auf ihre Seite gezogen. Vor den Beratungen der EU-Umweltminister am heutigen Montag in Brüssel schmiede Bundeskanzlerin Angela Merkel mit teuren Finanzversprechen eine Allianz von EU-Ländern gegen strenge Kohlendioxid-Grenzwerte für Autos.

Nationales E-Mail-Netz

Mit einem nationalen E-Mail-Netz will die Telekom Spionen und Hackern aus dem Ausland das Leben schwerer machen. Das Bonner Unternehmen schlägt vor, den E-Mail-Verkehr zwischen Teilnehmern in Deutschland nicht mehr über internationale Knotenpunkte zu lenken.

Forderungen an Flexstrom

Nach der Pleite des Stromanbieters Flexstrom fordert der Insolvenzverwalter Millionen von den Firmengründern. Die Brüder Robert und Thomas Mundt sollen kurz vor der Insolvenz gemeinsam mit zwei weiteren Eigentümern 6 Mio. EUR eingestrichen haben, nachdem sie die verlustreiche eigene Firma Optimal Grün GmbH an die Flexstrom AG verkauft hatten.

Bußgeld gegen Brauer

Mehreren deutschen Bierbrauereien

drohen ab November wegen illegaler Preisabsprachen Bußgelder in Millionenhöhe. Die Wettbewerbshüter werfen laut "Focus" elf der größten Pils-Brauereien - darunter Bitburger, Krombacher und Veltins - die Bildung eines illegalen Preiskartells vor.

Milchpulver ist knapp

Deutschlands größter Babynahrungshersteller Hipp will die anhaltenden Lieferengpässe bei Milchpulver bald in den Griff bekommen. "Wir arbeiten mit voller Kraft daran", sagt Geschäftsführer Claus Hipp. Spätestens bis zum Jahresende solle die Versorgung wieder sichergestellt sein. In vielen Supermärkten suchen Eltern seit

Monaten vergeblich nach Trockenmilch für ihre Babys. Grund dafür ist vor allem eine riesige Nachfrage aus China.
© Südwest Presse 14.10.2013 07:45
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