Gedämpfte Erwartungen bei Konsum-Messe

Mit deutlich weniger Ausstellern und gedämpften Erwartungen eröffnet die Frankfurter Konsumgüter-Messe Tendence am heutigen Samstag für vier Tage ihre Pforten. Die schwache Konjunktur in Europa mache sich auch in den Frankfurter Messehallen bemerkbar, betonte Messemanager Stephan Kurzawski. "Bei der Tendence werden die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Messen sind ein Spiegelbild der Konjunktur und können sich nicht gegen den Markt stemmen." Mit rund 1300 Ausstellern sind in diesem Jahr rund 550 weniger vertreten als 2012.

Allerdings ist der Aussteller-Rückgang bei der vor allem für den Einzelhandel mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft wichtigen Messe auch von der Messe Frankfurt zum Teil gewollt. Man wolle sich mehr auf Europa konzentrieren. Zudem habe sich gezeigt, dass zwei große Konsumgütermessen in Frankfurt mit der Ambiente im Februar und der Tendence im August für viele Unternehmen zu teuer seien.

Außerdem hätten viele Firmen aus Asien die auf der Tendence eingesammelten Aufträge bis November und Dezember gar nicht ausführen können, weiß der Messe-Manager. Deshalb habe man den Bereich für Asien in diesem Jahr komplett weggelassen, mit der Folge, dass aus China, Hongkong, Indien und anderen asiatischen Staaten nicht einmal 100 Firmen vertreten sind nach rund 600 im Jahr zuvor.
© Südwest Presse 24.08.2013 07:45
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