Windows 8 laut Bundesamt unbedenklich

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) hat Berichte zurückgewiesen, wonach das Microsoft-Betriebssystem Windows 8 wegen Sicherheitsbedenken nicht von Behörden, Unternehmen und Privatanwendern genutzt werden sollte.

"Das BSI warnt weder die Öffentlichkeit, deutsche Unternehmen noch die Bundesverwaltung vor einem Einsatz von Windows 8." Zuvor hatte "Zeit Online" berichtet, IT-Experten der Regierung hielten die Nutzung für "gefährlich". Begründet wurde die Warnung mit einer Hintertür im so genannten Trusted Computing, die vom amerikanischen Geheimdienst NSA ausgenutzt werden könne. Außerdem verliere der Nutzer die Kontrolle über das Betriebssystem.

"Zeit Online" berief sich dabei auf ein internes Papier aus dem Bundeswirtschaftsministerium von Anfang 2012. Daraus geht eine Warnung vor dem Betriebssystem aber nach Darstellung des Ministeriums nicht hervor: "Die Meldung, das Bundeswirtschaftsministerium warne vor der Nutzung von Microsofts Windows 8, ist falsch", teilte ein Sprecher.

Für kritische Systeme etwa in der Bundesverwaltung würden sich aber Risiken wie Funktionsstörungen oder Sabotage ergeben, warnte das BSI. Das betreffe aber nur bestimmte Behörden, der Verfassungsschutz oder der BND sollten das System besser nicht nutzen.
© Südwest Presse 23.08.2013 07:45
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