NOTIZEN vom 23. August 2013

Datendieb verurteilt

Ein geständiger Bankdaten-Dieb aus Deutschland ist in der Schweiz wegen

Wirtschaftsspionage zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Der Computerexperte hatte laut Anklage rund 2700 Datensätze von Kunden der Zürcher Privatbank Julius Bär gestohlen und für 1,1 Mio. EUR an den deutschen Fiskus verkauft.

Keine Erstattung

Auch bei einer nur teilweisen Vereinbarung von Schwarzarbeit kann der Handwerker weder eine Zahlung noch die Erstattung des Wertes von erbrachten Leistungen verlangen. In einem Urteil entschied das schleswig-holsteinische Oberlandesgericht, in einem solchen Fall sei der gesamte Vertrag nichtig (Az. 1 U 24/13).

Enttäuschte Unternehmen

Unternehmen im Südwesten sind vom Verhalten der Bundesregierung in der NSA-Spähaffäre enttäuscht. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Karlsruher Marktforschungsinstituts Cobus mit 600 Unternehmen. Demnach gaben mehr als 60 Prozent an, sie seien unzufrieden mit der Reaktion der Bundesregierung auf den Spionageskandal.

Yahoo vor Google

Yahoo hat laut Marktforschern erstmals seit über zwei Jahren mehr amerikanische Internet-Nutzer angelockt als der große Rivale Google. Die Yahoo-Seiten in den USA seien im Juli auf über 196 Mio. Besucher gekommen - Google auf 192 Millionen.

Deckelung möglich

Die US-Börsenaufsicht plant einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge neue Vorschriften, die zur Deckelung der Managergehälter in den börsennotierten Unternehmen führen könnten. Die Behörde wolle die Firmen verpflichten, den Unterschied zwischen dem Gehalt eines einfachen Angestellten und der Entlohnung des Vorstandsvorsitzenden zu veröffentlichen.

Großauftrag für Siemens

Siemens hat einen Auftrag zur Lieferung von zwei Kraftwerksblöcken für das Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk Liberty im US-Bundesstaat Pennsylvania erhalten. Der Auftragswert inklusive eines Langzeit-Wartungsvertrages beläuft sich für Siemens auf rund 400 Mio. Dollar.

Meist Vollzeit

Alleinerziehende Mütter arbeiten deutlich häufiger in Vollzeit als Mütter in Paarfamilien. 2012 lag der Anteil alleinerziehender Mütter in Vollzeit bei 45 Prozent, der von Müttern in Paarfamilien bei 30 Prozent, erklärte die Bundesregierung. Danach arbeiten vor allem Alleinerziehende mit Kindern zwischen 15 und 17 Jahren Vollzeit - 81 Prozent.

Mieten steigen langsamer

Die Wohnungsmieten und Immobilienpreise werden in Ballungsräumen weiter steigen, aber nicht mehr ganz so schnell. Die Nachfrage nach Wohnraum werde durch Zuwanderung, den Zuzug von Studenten in attraktive Universitätsstädte und die hohe Anzahl von Single-Haushalten in den Metropolen zusätzlich stimuliert, so eine Studie der HSH Nord.
© Südwest Presse 23.08.2013 07:45
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