Ökostrom: Auch Betreiber sollen zahlen

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert eine neue Finanzierung der Ökostrom-Förderung. Es sei sinnvoll, einen Teil der Kosten für die Ökostrom-Subventionen über Steuereinnahmen aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren, sagte VZBV-Energieexperte Holger Krawinkel der "Berliner Zeitung". So würde die Debatte über steigende Stromkosten durch erneuerbare Energien entschärft.

Derzeit werde der Strompreis durch die Umlage für erneuerbare Energien (EEG-Umlage) in die Höhe getrieben. Für einen zusätzlichen Preisschub bei den Verbrauchern sorge dabei die zunehmende Zahl von Unternehmen, die sich von der Abgabe befreien lassen. Derzeit beträgt die EEG-Umlage rund 5,3 Cent pro Kilowattstunde aus und wird mit der Stromrechnung erhoben. "Das sind letztlich Subventionen für ältere Grünstrom-Anlagen", sagt Krawinkel.

Er schlägt vor, die Betreiber von Windrädern oder Solaranlagen an den Kosten für die Ökostrom-Förderung zu beteiligen: Sie könnten, sobald sich ihre Investition in eine Anlage bezahlt gemacht habe, eine Abgabe entrichten - also nach 15 oder 20 Jahren. Dann laufe eine Ökostromanlage immer noch weit über zehn Jahre hinaus weiter und produziere Strom, ohne dass den Betreibern nennenswerte Aufwendungen entstünden, sagte der VZBV-Experte.
© Südwest Presse 17.08.2013 07:45
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