ZAHLEN & FAKTEN

Teuerung zieht an

Steigende Energiepreise schieben die

Teuerung in den 17 Euro-Ländern an. Die jährliche Inflationsrate kletterte im Juni auf 1,6 Prozent. Im Mai hatte die Rate erst 1,4 Prozent betragen. Die Preise von Lebensmitteln blieben weitgehend stabil gegenüber Mai, Dienstleistungen und Industriegüter wurden etwas billiger.

Bosch ist optimistisch

Der weltgrößte Zulieferer Bosch (Stuttgart) stellt trotz eines schwachen Jahresstarts ein Ergebnisplus für 2013 in Aussicht. "Das Jahr ist verhalten gestartet, aber wir gehen von einer Belebung im zweiten Halbjahr aus", sagte der Vize-Chef des Technikkonzerns, Stefan Asenkerschbaumer, der "Süddeutschen Zeitung". "Wenn wir gleichzeitig unsere Kosten senken können, wird das Ergebnis besser als 2012." Da war der operative Gewinn wegen Milliardenverlusten in der Solarsparte um etwa die Hälfte auf 1,3 Mrd. EUR eingebrochen.

Steinway verkauft

Der vor 160 Jahren von einem deutschen Auswanderer in New York gegründete Pianohersteller Steinway wechselt den Besitzer. Dem US-Finanzinvestor Kohlberg & Company ist das

börsennotierte Unternehmen 438 Mio. Dollar wert (336 Mio. EUR). "Steinway wird seiner Mission treu bleiben, ohne jeden Kompromiss die besten Musikinstrumente herzustellen", betonte Firmenchef Michael Sweeney.

Schaeffler-Werk gefährdet Im Wuppertaler Werk des Wälzlagerherstellers Schaeffler sind nach Firmenangaben rund 750 der 1500 Arbeitsplätze bedroht. Die weltweiten Überkapazitäten bei Großlagern etwa für Druck- und Papiermaschinen hätten zu einem Preisverfall in diesem Marktsegment geführt - das Werk sei dadurch nicht mehr ausreichend ausgelastet, die Produktionskosten seien zu hoch, teilte ein Sprecher mit.

Belgien schnürt Sparpaket Die Regierung Belgiens hat im Kampf gegen hohe Verschuldung und Haushaltsdefizite ein Sparpaket für zwei Jahre beschlossen. Im laufenden Jahr sollen 750 Mio. EUR eingespart oder durch zusätzliche Einnahmen finanziert werden, im kommenden Jahr 2,37 Mrd. EUR. "Wir haben alles getan, um den Wirtschaftsmotor unseres Landes nicht abzuwürgen", sagte gestern Premierminister Elio Di Rupo.

Verlag wächst nur leicht

Der Deutsche Sparkassen-Verlag hat 2012 seinen Umsatz leicht auf rund 880 Mio. EUR gesteigert, sagte Michael Ilg, der Vorsitzende der Geschäftsführung. Die DSV-Gruppe ist nach eigenen Angaben der bundesweit größte Fachverlag der Kreditwirtschaft. Unter anderem ist sie auch für den Umtausch der Geldkarten der Sparkassen zuständig sowie federführend bei mehreren Projekten, wenn es um neuartige Systeme zur Bezahlung geht. Ende des Jahres hatte die DSV-Gruppe 1802 Beschäftigte. Das sind 50 mehr als im Vorjahr.

USA können aufatmen

Die USA behalten vorerst ihre Topbonität. Die Ratingagentur Fitch bestätigte ihre erstklassige Einstufung "AAA" für die Kreditwürdigkeit der größten Volkswirtschaft der Welt. Allerdings droht weiter die Abstufung, denn die Experten beließen den Ausblick für die nächsten 12 bis 18 Monate bei "negativ".

Ärger bei Desertec

Die Industrieinitiative Dii will trotz heftigen Streits hinter den Kulissen das Wüstenstromprojekt Desertec weiter vorantreiben. "Wir machen unsere Arbeit", sagte ein Dii-Sprecher der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX in München. Der Rückzug der Wüstenstrom-Stiftung Desertec aus der Planungsgesellschaft Dii gefährde die Arbeit nicht substanziell.
© Südwest Presse 02.07.2013 07:45
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