NOTIZEN vom 2. Juli 2013

  • Reto Francioni, der Chef der Deutschen Börse, lobt den Dax. Foto: dpa
Handy als Ausweis?

Das Smartphone könnte nach Ansicht des Branchenverbands Bitkom in Zukunft offiziell zur Identifikation der Menschen in Deutschland dienen. Rund jeder Vierte (24 Prozent) kann sich vorstellen, den Ausweis zu Hause

zu lassen und sich unterwegs mit dem Smartphone zu identifizieren, hat eine von Bitkom in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage ergeben.

Hohe Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit in den 17 Euro-Ländern bleibt auf Rekordniveau. Im Mai waren 19,2 Mio. Männer und Frauen ohne Beschäftigung - 67 000 mehr als im Vormonat, meldete die europäische Statistikbehörde Eurostat. Die Quote stieg im Vergleich zum April von 12,0 auf 12,1 Prozent.

Testhaushalte gesucht

Das Statistische Bundesamt benötigt für seine Stichproben zum privaten Konsumverhalten Menschen, die bereit sind, drei Monate lang über ihre

Einnahmen und Ausgaben penibel Buch zu führen. Benötigt werden insbesondere Paarhaushalte mit Kindern unter 18 Jahren, bei denen nur ein Partner erwerbstätig ist. Zudem werden Haushalte gesucht, in denen Eltern mit volljährigen Kindern wohnen. Auch Selbstständige, Landwirte und Arbeitslose fehlen noch in der Stichprobengruppe. Das Führen eines

Haushaltsbuchs über ein Quartal wird mit rund 70 EUR entlohnt.

Der Dax hat Geburtstag

Die Deutsche Börse blickt stolz auf 25

Jahre Dax zurück. "Von 1000 auf 8000 Punkte in 25 Jahren - ich glaube, da haben wir in verschiedenen Hinsichten ein gutes Timing gehabt", sagte der Chef der Deutschen Börse, Reto Francioni, in Frankfurt. Der Deutsche Aktienindex (Dax) war am 1. Juli 1988 mit 1163 Punkten an den Start gegangen. Vor wenigen Wochen, am 22. Mai 2013, knackte er seine bisherige Rekordmarke und kletterte im Tagesverlauf auf 8557,86 Zähler.

China prüft EU-Wein

China hat das angedrohte Anti-Dumping-Verfahren gegen europäischen Wein aufgenommen. Das chinesische Vorgehen wird in der EU als Vergeltung für die europäischen Strafzölle auf chinesische Solar-Produkte gewertet. Das Handelsministerium in Peking teilte mit, die Ermittlungen zu EU-Wein-Importen dürften voraussichtlich ein Jahr dauern, könnten aber "unter besonderen Umständen" auch bis Januar 2015 verlängert werden.

Preisgeld ist Arbeitslohn

Ein Bundesbeamter, der einen Ideenwettbewerb erfolgreich mit einem Preisgeld absolviert hat, muss die Summe versteuern. Der Geldpreis aus dem - vom Bund initiierten - Wettbewerb sei als Arbeitslohn einzustufen, hat das Kölner Finanzgericht entschieden (Az. 4 K 759/10 vom 12. Juni).
© Südwest Presse 02.07.2013 07:45
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