NOTIZEN vom 13. Juni 2013

Ärger mit VW-Kupplung

Europas größter Autobauer Volkswagen kämpft auf der anderen Seite der Erde weiter mit Qualitätsproblemen bei seinen Doppelkupplungsgetrieben. Mit rund 26 000 neuen Rückrufen in Australien ist die Gesamtzahl der in die Werkstatt geholten Autos inzwischen auf mehr als eine halbe Million angewachsen. 384 000 Pkw mit dem Getriebe mussten im Frühling in China in die Werkstatt, Anfang Mai folgte Japan mit 91 000 Autos.

Lotsenstreik in Frankreich Der Fluglotsenstreik in Frankreich hat kurz vor seinem Ende, das für heute Morgen angekündigt war, noch einmal massive Behinderungen des Flugverkehrs verursacht. Neben den 1800 vorab annullierten Flügen mussten kurzfristig weitere Verbindungen gestrichen werden. Auch deutsche Lufthansa und Air Berlin waren betroffen. Die Lotsen streiken gegen Reformpläne für die Luftraumüberwachung.

Zögerliche Zahler

Fast jedes fünfte Unternehmen in Deutschland ist nach einer Studie im Zahlungsverzug. Im März 2013 zahlten 18,8 Prozent der Firmen ihre Rechnungen verspätet, teilte die Wirtschaftsauskunftei Bürgel und der Finanzdienstleister EOS mit. Ausgewertet wurde das Zahlungsverhalten von knapp 463 000 Firmen aller Branchen. Als Grund für die schlechte Zahlungsmoral wird die lahmende Konjunktur in Deutschland genannt.

Klinikmitarbeiter in Sorge

Nach der Pleite einer Fach- und Akutklinik in Bad Säckingen (Kreis Waldshut) bangen die 120 Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze. Der Klinikbetrieb werde zunächst unverändert fortgeführt, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Uwe Kaiser. Auch die Löhne und Gehälter seien vorerst gesichert. Die Hochhrein-Eggberg-Klinik hatte am Montag Insolvenz angemeldet. Sie ist auf Gefäßerkrankungen und Lymphologie spezialisiert, hat 115 Reha- und 30 Akut-Betten.

Klage gegen Ex-Vorstand

Das Landgericht München hat die Anklage gegen den ehemaligen Siemens-Vorstand Uriel Sharef zugelassen. Gerichtssprecher Hans-Kurt Hertel bestätigte einen entsprechenden Bericht des "Münchner Merkur". Die Staatsanwaltschaft wirft Sharef im Zuge des milliardenschweren Korruptionsskandals bei Siemens die Verstrickung in ein System schwarzer Kassen in Südamerika vor.

Hilfe für Stahlbranche

Mit Fortbildungen für Stahlarbeiter und erschwinglicher Energie will die EU-Kommission der kriselnden Stahlbranche helfen. Wenn die Politik nicht handle, drohten weitere Werksschließungen, warnte Industriekommissar Antonio Tajani. Zwischen 2007 und 2011 brach die Zahl der Jobs in der Stahlbranche um 10 Prozent ein. Neue Gesetze oder konkrete Investitionen stellte Tajani nicht in Aussicht.

Neuer Walter-Chef

Mirko Merlo (49) ist der neue Vorstandschef des Tübinger Präzisionswerkzeugherstellers Walter AG. Der Italiener arbeitet seit 29 Jahren für Walter, er war unter anderem für Brasilien, Großbritannien, Italien und Westeuropa zuständig.
© Südwest Presse 13.06.2013 07:45
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