ZAHLEN & FAKTEN

Haniel reduziert bei Takkt

Der Duisburger Familienkonzern Haniel will eine weitere Unternehmensbeteiligung reduzieren, um seinen Schuldenberg abzubauen und Luft für neue Beteiligungen bekommen: Der Verkauf von Aktien am Stuttgarter Büroausstatter Takkt soll Millionen in die klammen Kasse spülen. Der Anteil soll von 70,44 auf bis zu 50,01 Prozent sinken. Gemessen am Schlusskurs von Montag hätte der Verkauf 172 Mio. EUR für Haniel gebracht.

Großauftrag für Daimler

Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einen Großauftrag für Busse in Südafrika an Land gezogen. Der Dax-Konzern liefert 134 Fahrgestelle an den öffentlichen Personennahverkehr. Der Anbieter bedient demnach eine Strecke von insgesamt rund 120 Kilometern und versorgt vor allem Teile der Bevölkerung, die vom bisherigen Verkehrsnetz abgeschnitten sind. Angaben zur Höhe des Auftragswerts gab es nicht.

Ärger mit "Dreamliner"

Neuer Ärger um Boeings Vorzeigejet 787 "Dreamliner": Eine Maschine von Japan Airlines (JAL) musste auf dem Flug nach Singapur umkehren. Als Grund nannte ein JAL-Sprecher Probleme mit der Enteisungsanlage der Triebwerke. Der Vorfall werde nun untersucht. Die "Dreamliner"-Jets sind nach einem mehr als dreimonatigen Flugverbot erst seit wenigen Wochen wieder in der Luft. Die Flugaufsichtsbehörden hatten Mitte Januar nach einem Feuer und einem Schmorbrand bei den Batterien zweier "Dreamliner" den Langstreckenjet weltweit komplett aus dem Verkehr gezogen.

Zulieferer will verlagern

Der Autozulieferer Schaeffler (Herzogenaurach) will seine Radlagerproduktion in den kommenden drei Jahren von Schweinfurt ins Ausland verlegen. Damit seien fast 900 Arbeitsplätze gefährdet, sagte ein Unternehmenssprecher. Es sei jedoch das Ziel, etwa 300 davon zu erhalten. Grund für die Verlagerung ins Ausland sei der Kosten- und Wettbewerbsdruck.

Cook managt Flotte neu

Der deutsch-britische Reisekonzern Thomas Cook managt seine vier vormals getrennten Fluggesellschaften immer enger gemeinsam. "Ziel ist es, die Condor sowie die Thomas-Cook-Gesellschaften in Großbritannien, Belgien und Skandinavien wie eine einzige Fluggesellschaft zu führen", sagte Condor-Chef Ralf Teckentrup in Frankfurt. Unter anderem sollen Einkauf, Wartung, IT und Streckenplanung gemeinsam erledigt werden, kündigte der Condor-Chef an. Er bestätigte die von der Fachzeitschrift FVW genannte Einsparsumme von rund 150 Mio. EUR für drei Jahre.
© Südwest Presse 12.06.2013 07:45
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