Griechenland: Euro-Politiker Juncker geehrt

  • Euro-Kämpfer Jean-Claude Juncker in Athen geehrt: "Er ist einer von uns". Foto: dpa
. Griechenland hat den Ex-Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker mit dem höchsten Orden des Landes, dem "Großkreuz des Erlösers", für seine Hilfe zu Rettung des Landes vor der Pleite geehrt. "Er ist einer von uns", sagte der griechische Regierungschef Antonis Samaras. Juncker habe in schwierigen Zeiten den Griechen als "wahrer Freund" beigestanden, hieß es.

Der luxemburgische Regierungschef sagte seinerseits, die Griechen hätten vieles geleistet und man müsse dies anerkennen: "Man spricht nicht mehr vom Austritt Griechenlands aus der Eurozone." Heute könne man mit Optimismus in die Zukunft schauen. Die Fortschritte seien spektakulär. Noch gebe es große Probleme wie die der Jugendarbeitslosigkeit, die in "manchen nordeuropäischen Staaten der EU unterschätzt" werde.

In Zusammenhang mit den Fehlern im Griechenlandprogramm, die der Internationale Währungsfonds IWF eingeräumt hatte, meinte Juncker: "Wer macht keine Fehler?" Samaras sagte, es gebe keinen Grund über Fehler zu sprechen. Was Griechenland brauche sind Investitionen - so wie "die trockene Erde Regenwasser braucht".

Unterdessen gerät Griechenland nach dem Scheitern der Privatisierung des heimischen Gasversorgers Depa unter Druck. Der Verkauf müsse so schnell wieder aufgenommen werden, sagte der Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn in Brüssel. Neue Sparmaßnahmen zum Ausgleich der ausfallenden Privatisierungserlöse soll es in Griechenland nicht geben.
© Südwest Presse 12.06.2013 07:45
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