Lufthansa steht in der Kritik

Die geplante Verlagerung vieler Europaflüge auf die Tochter Germanwings bringt der Lufthansa Ärger mit der Reisebranche ein. Der Deutsche Reiseverband (DRV) beklagte gestern "erheblichen Mehraufwand" für Reisebüros und Nachteile für deren Kunden, wenn künftig Germanwings-Flüge verstärkt über das Internet gebucht und in die bestehenden Systeme integriert werden müssten.

Lufthansa will künftig alle Europa-Verbindungen, die nicht über die Drehkreuze München und Frankfurt gehen, von Germanwings fliegen lassen. Die Lufthansa-Tochter bietet dafür ab dem 1. Juli ein Ticketmodell an. Dessen günstigster Tarif Basic kann nur über das Internet und nicht über die Globalen Reservierungssysteme (GDS) gebucht werden. Sollten die Firmen selbst Flüge über Internet buchen, müssten sie auf die Dienstleistungen ihrer Reisepartner verzichten.
© Südwest Presse 22.05.2013 07:45
673 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?