Microsoft droht Geldbuße

Dem Softwareriesen Microsoft steht wegen unlauterer Geschäftspraktiken erneut eine hohe EU-Geldbuße bevor. Die EU-Kommission wird heute über die Kartellstrafe entscheiden, wie aus Kommissionskreisen verlautete. Die obersten Wettbewerbshüter Europas drohen dem Konzern mit einer Milliardenstrafe wegen mangelnder Auswahl an Web-Browsern für Nutzer des Betriebssystems Windows.

Schon mehrfach ist der Konzern aus Brüssel abgestraft worden und musste bereits 1,7 Mrd. EUR EU-Strafe zahlen. Aus Brüsseler Sicht hat Microsoft nun gegen die zentrale Auflage aus dem früheren EU-Kartellverfahren von 2009 verstoßen. Microsoft hatte versprochen, bis 2014 seinen Windows-Nutzern neben dem hauseigenen Internet Explorer verschiedene Browser von Konkurrenten anzubieten. Das habe der Konzern jedoch eineinhalb Jahre lang unterlassen.
© Südwest Presse 06.03.2013 07:45
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