NOTIZEN vom 23. Januar

Kaum Wechsel beim Strom

Trotz der Welle von Preiserhöhungen zögern die meisten Verbraucher mit einem Wechsel des Stromanbieters. Nur jeder vierte Stromkunde plant in diesem Jahr, seinem Versorger zu kündigen, wie eine Umfrage ergab. Für Februar und März kündigten weitere 74 Stromanbieter Preiserhöhungen an. Größter Hinderungsgrund für einen Wechsel des Versorgers ist die Furcht vor unseriösen Anbietern.

Piloten protestieren

Piloten und Flugbegleiter in Europa gehen auf die Barrikaden gegen längere Dienstzeiten. Der Vorwurf: Vorschläge der Europäischen Luftsicherheitsbehörde könnten zur Übermüdung von Crew-Mitgliedern führen und damit die Sicherheit aufs Spiel setzen. Allein am Frankfurter Flughafen beteiligten sich nach Angaben der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit 200 Piloten und Flugbegleiter an einer Protestaktion.

"Bud" kein "Budweiser"

Wo "Bud" draufsteht, muss Bier der US-Brauerei Anheuser-Busch drin sein. Das hat das EU-Gericht in Luxemburg entschieden. In dem jahrelangen Markenstreit mit der tschechischen Budweiser-Brauerei erzielte der US-Bierriese nun einen Erfolg vor Gericht. Anheuser-Busch hat demnach das alleinige Recht, die Kurzbezeichnung "Bud" für seine Biere in der EU zu verwenden. Der komplette Namen "Budweiser" gehört weiterhin den Tschechen.

Verzinsung korrekt

Die Pflicht zur Verzinsung von Geldbußen wegen Kartellverstößen ist verfassungsgemäß. Das entschied das Bundesverfassungsgericht in einem gestern veröffentlichten Beschluss. Seit 2005 müssen Unternehmen auf ausstehende Geldbußen, die von der Kartellbehörde verhängt wurden, Zinsen zahlen. Damit soll verhindert werden, dass sie lediglich zur Verzögerung der Zahlung Einspruch erheben.

Rekord bei Elektro-Export

Trotz der schwächeren Nachfrage aus der kriselnden Eurozone steuert die deutsche Elektroindustrie für 2012 einen Exportrekord an. Nach elf Monaten lagen die Branchenausfuhren bei 148 Mrd. EUR. Für das Gesamtjahr erwartet der Branchenverband ZVEI ein Plus von 2 Prozent auf ein Allzeithoch von 161 Mrd. EUR.

Athen baut Schulden ab

Griechenland hat 2012 sein Haushaltsdefizit nach endgültigen Angaben des Finanzministeriums drastisch verringert. Das Defizit fiel von 22,8 Mrd. EUR im Vorjahr auf 15,7 Mrd. EUR. Das entspricht 8,1 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP).
© Südwest Presse 23.01.2013 07:45
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