NOTIZEN vom 27. Dezember

Immobilienpreise steigen

Die kräftige Nachfrage nach Wohnimmobilien wird die Preise für Immobilien auch im kommenden Jahr steigen lassen. Nach einer Studie der Feri EuroRating Services setzt sich der Preisauftrieb bis mindestens 2015 fort. Demnach verteuern sich Eigentumswohnungen in den kommenden drei Jahren etwa in Hamburg um fast 16 Prozent, in München um 11, in Stuttgart um knapp 10 und in Frankfurt oder Berlin um 8 Prozent. Nach Berechnungen des Verbands deutscher Pfandbriefbanken war selbstgenutztes Wohneigentum in Deutschland im dritten Quartal im Durchschnitt 4,1 Prozent teurer als ein Jahr zuvor.

Häufiger krank

Mitarbeiter in Bundesministerien sind mehr als doppelt so häufig krank wie Beschäftigte in der Wirtschaft. Mit 19,03 krankheitsbedingten Fehltagen pro Jahr wurde in der Bundesverwaltung laut "Bild"-Zeitung ein neuer Rekordwert erzielt. Das ist knapp ein Tag mehr als im Jahr zuvor. Laut Statistischem Bundesamt waren die rund 37 Mio. Arbeitnehmer in Deutschland im vergangenen Jahr durchschnittlich 9,5 Arbeitstage krankgemeldet.

Wodka kostet mehr

Russland erhöht vom 1. Januar an die

Preise für Wodka um etwa ein Drittel auf mindestens 170 Rubel ( 4,20 EUR) für eine Halb-Liter-Flasche. Grund sei der erhebliche Anstieg der Verbrauchssteuer für reinen Alkohol von 300 auf 400 Rubel pro Liter, meldete die Agentur Interfax . Auch die Preise für Cognac und Brandy werden angehoben. An den Folgen des Alkoholkonsums sterben in Russland jedes Jahr Hunderttausende Menschen.

Zahlungsmoral schlechter

Eingetrübte Wirtschaftsaussichten dürften die Zahlungsmoral in Deutschland 2013 verschlechtern. "Die konjunkturellen Rahmenbedingungen werden flauer in den kommenden Monaten. Das wird sich auch bei der Zahlungsmoral bemerkbar machen", sagte Michael Bretz von der Wirtschaftsauskunftei Creditreform.

Teure Falschberatung

Einer Studie des Bamberger Finanzwissenschaftlers Andreas Oehler zufolge entstehen den Verbrauchern in Deutschland jährlich bei Kapitallebens- und privaten Rentenversicherungen Kosten von 16 Mrd. EUR pro Jahr, weil sie ihre Verträge vorzeitig kündigten. Das berichtet die Berliner Zeitung. Den Gesamtverlust, den deutsche Verbraucher jedes Jahr durch mangelhafte Beratung erleiden, schätzt der Wissenschaftler auf mindestens 50 Mrd. EUR.

Mehr Kurzarbeit erwartet

Die Bundesagentur für Arbeit erwartet in den kommenden Monaten einen leichten Anstieg der Kurzarbeit in Baden-Württemberg. Dies sagte ein Sprecher der Regionaldirektion in Stuttgart. Der Beratungsbedarf habe sich in den vergangenen Monaten erhöht. Insgesamt werde aber nicht mit einer gravierenden Zunahme gerechnet. Für den gesamten November 2012 wurden für 8200 Beschäftigte in 480 Betrieben angezeigt. Die Kurzarbeit bewege sich aber noch immer auf einem sehr niedrigen Niveau. Auf dem Höhepunkt der Krise im März 2009 hatten in 4600 Betrieben etwa 155 000 Menschen kurzgearbeitet.
© Südwest Presse 27.12.2012 07:45
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