Kurzarbeitergeld soll verlängert werden

Angesichts der schwierigen konjunkturellen Lage will die Bundesregierung das Kurzarbeitergeld verlängern. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hätten sich Anfang der Woche darauf verständigt, das Kurzarbeitergeld vorsorglich von sechs auf zwölf Monate zu verlängern, sagte eine Sprecherin des Arbeitsministeriums in Berlin.

Die aktuellen Daten gäben zwar "keinen Anlass zur Sorge", den Unternehmen solle aber mehr Planungssicherheit gegeben werden, sagte die Sprecherin. Die Arbeitsministerin müsse die Verordnung zur Verlängerung des Kurzarbeitergeldes noch unterzeichnen. Wann sie in Kraft trete, ist noch offen. Bei der Veröffentlichung der Arbeitslosenzahlen vom November hatte von der Leyen erklärt, bisher liege die Inanspruchnahme von Kurzarbeit "noch unter dem Niveau des Vorjahres und im Rahmen des Üblichen".

Annelie Buntenbach, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes, begrüßte die Verlängerung "als ersten wichtigen Schritt". Es sei gut, wenn so "größere innerbetriebliche Flexibilitätsspielräume eröffnet und Arbeitsplätze gesichert" würden. Wenn sich die wirtschaftliche Eintrübung verstärken sollte, seien "weitergehende Maßnahmen zur Sicherung von Beschäftigung notwendig, wie sie sich bereits im letzten Konjunkturabschwung bewährt haben".
© Südwest Presse 07.12.2012 07:45
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