NOTIZEN vom 6. September

Mit Ausstieg gedroht

Banken und Sparkassen laufen weiter Sturm gegen Pläne von Finanzminister Wolfgang Schäuble, den Verwaltungsrat der Finanzaufsicht Bafin ohne Vertreter der Verbände zu besetzen. Die Geldinstitute drohen mit einem Ausstieg aus der Finanzierung der Bafin.

Restschuld absetzbar

Privatpersonen, die eine vermietete Immobilie mit Verlust verkaufen, sind künftig gegenüber Unternehmen nicht mehr benachteiligt. Auch sie können die auf die Restschuld noch fälligen Zinsen steuerlich geltend machen, entschied der Bundesfinanzhof (Az: IX R 67/10).

Verdacht auf Schmiergeld

Für den Lastwagen- und Maschinenbaukonzern MAN ist die Schmiergeldaffäre seit Jahren abgeschlossen. Jetzt ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft gegen den früheren Konzernchef Hakan Samuelsson und seinen damaligen Finanzvorstand Karlheinz Hornung wegen des Verdachts der Bestechung. Sie sollen Schmiergeldzahlungen an Lastwagenkäufer in Slowenien zumindest geduldet haben.

Geld für Lieblingsplatz

Die britische Billig-Fluglinie Easyjet schafft die kostenlose freie Platzwahl ab. Ab November können die Passagiere kostenpflichtig einen Sitzplatz ihrer Wahl für 3, 8 oder 12 Pfund (etwa 4 bis 15 EUR) reservieren. Fluggästen, die kein Geld für eine Reservierung ausgeben wollen, wird ein noch freier Sitzplatz zugewiesen.

Vorwürfe dementiert

Nach Beginn eines EU-Kartellverfahrens gegen den russischen Gasmonopolisten Gazprom hat die Konzernleitung die Vorwürfe unfairer Geschäftspraktiken zurückgewiesen. Die EU-Kommission wirft Gazprom vor, den Transport von Gas in EU-Staaten behindert, den Markt abgeschottet und unfaire Preise verlangt zu haben.
© Südwest Presse 06.09.2012 07:45
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