Kommunen können nicht sparen

Die Kommunen in der Region Stuttgart schaffen es nach Erkenntnissen der Industrie- und Handelskammer (IHK) selbst bei steigenden Einnahmen nicht, ihre Schulden abzubauen. 21 der 25 untersuchten Städte planten einen deutlichen Schuldenzuwachs, teilte die IHK gestern mit. 'Die Kommunen müssen dringend umdenken', sagte IHK-Präsident Herbert Müller. Sonst könnten bis 2020 die Vorgaben der Schuldenbremse nicht erreicht werden.

In nahezu allen Städten seien neue Personalstellen geschaffen worden. Vielfach sei zu beobachten, dass die Kommunen bei steigenden Einnahmen automatisch ihre Ausgaben nach oben schraubten. Daher hält die IHK es für unerlässlich, dass sich die Kommunen Ausgabenobergrenzen auferlegen.

Die Spanne der Verschuldung reicht von 2416 EUR je Einwohner in Esslingen bis zur Schuldenfreiheit in Bietigheim-Bissingen. Die Personalausgaben pro Einwohner lagen etwa in Sindelfingen bei 709 EUR, in Schorndorf mit 400 EUR am Ende der Skala. Der Spitzenwert von Stuttgart mit etwa 880 EUR sei großteils der zentralen Bedeutung der Landeshauptstadt geschuldet.
© Südwest Presse 31.08.2012 07:45
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