ZAHLEN & FAKTEN

Weniger Exporte

Die kriselnden Eurostaaten sind für Deutschlands Exporteure derzeit kein gutes Pflaster. Die Ausfuhren in die Länder des Euroraums sanken im ersten Halbjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,2 Prozent auf 211,6 Mrd. EUR, teilte das Statistische Bundesamt mit. Im ersten Halbjahr 2011 verkauften deutsche Unternehmen noch Waren im Wert von rund 214,1 Mrd. EUR in die Euro-Partnerländer, im zweiten Halbjahr 2011 summierten sich die Exporte noch auf rund 206,2 Mrd. EUR.

Maschinenbau robust

Baden-Württembergs Maschinenbauer blicken bei ihren Auftragseingängen auf eine robuste Entwicklung. Zwar lag die Order im Juli 4 Prozent unter dem Vorjahreswert, berichtete der Landesverband des Deutschen Maschinen- und Anlagenbaus in Stuttgart. Doch das damalige Niveau sei sehr hoch gewesen. Im Drei-Monats-Zeitraum Mai bis Juli verfehlten die Auftragseingänge im baden-württembergischen Maschinenbau den Vorjahreswert nur um 2 Prozent.

Zulieferer Sto wächst

Der börsennotierte Bauzulieferer Sto (Stühlingen, Kreis Waldshut) setzte im ersten Halbjahr 519 Mio. EUR um, das waren 14,8 Mio. EUR mehr als im Vorjahreszeitraum. Wegen steigender Kosten sank jedoch der Gewinn. Er betrug 16,1 Mio. EUR. Im ersten Halbjahr 2012 waren es noch 24,7 Mio. EUR. Sto hat 4724 Mitarbeiter.

Hermle setzt mehr um

Der Fräs- und Drehmaschinenbauer Hermle (Gosheim/Kreis Tuttlingen) hat im ersten Halbjahr den Umsatz um 18 Prozent auf 135 Mio. EUR gesteigert. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 15,2 Mio. EUR, 30 Prozent mehr als vor einem Jahr. Allerdings sank der Auftragseingang um 12 Prozent auf 152,2 Mio. EUR.

Teures Geld für Italien

Das angeschlagene Euroland Italien hat sich gestern nur zu vergleichsweise hohen Zinsen frisches Geld besorgen können. Für Anleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren lag der Zinssatz bei 5,82 Prozent. Bei der letzten vergleichbaren Auktion am 30. Juli erfolgte der Zuschlag bei von 5,96 Prozent. Italien nahm 4 Mrd. EUR auf.

Carrefour baut Jobs ab

Der Handelskonzern Carrefour streicht im Heimatland Frankreich bis zu 600 von 115 000 Stellen. Die Arbeitsplätze sollen in der Verwaltung wegfallen. Der Abbau der Arbeitsplätze soll ohne Kündigung erfolgen. Der Konzern, der weltweit 412 000 Mitarbeiter hat, erlebte 2011 einen Gewinneinbruch um 14,3 Prozent.
© Südwest Presse 31.08.2012 07:45
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