Erste Warnstreiks bei Daimler und Handtmann

Die ersten Warnstreiks haben den traditionellen Pilottarifbezirk Baden-Württemberg am Montag erreicht. Laut Gewerkschaft legten 840 Beschäftigte vorübergehend ihre Arbeit nieder. Im Rastatter Daimler-Werk hätten etwa 250 Mitarbeiter frühzeitig ihre Schicht beendet, 150 nahmen an einer Kundgebung vor dem Werk teil, hieß es. Auch bei Handtmann Metallguss in Biberach standen die Produktion teilweise still. Zudem legten laut IG Metall 250 Beschäftigte des Erntemaschinenherstellers Claas in Bad Saulgau (Kreis Sigmaringen) ihre Arbeit nieder. Für Donnerstag sind Großkundgebungen bei Audi Neckarsulm und Porsche geplant.

Am 8. Mai treffen sich die Tarifvertragsparteien in Baden-Württemberg zum vierten Mal, noch vor dem ebenfalls pilotverdächtigen Tarifbezirk Nordrhein-Westfalen, wo am 11. Mai verhandelt wird.

Die Arbeitgeber der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie kritisierten die Warnstreiks. Mit dem Angebot sei man den Arbeitnehmern einen großen Schritt entgegengekommen, sagte Südwestmetall-Hauptgeschäftsführer Peer-Michael Dick. VDMA-Hauptgeschäftsführer Hannes Hesse warnte die IG Metall davor, die Lohnpolitik allein an den Autoherstellern auszurichten. Die Maschinenbauer erwarten 2012 eine Stagnation. dpa
© Südwest Presse 02.05.2012 07:45
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