US-Notenbank will noch mehr Geld drucken

Die US-Notenbank könnte der schwachen Konjunktur schon bald mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik unter die Arme greifen. 'Wir sind weiterhin bereit, mehr zu tun, um sicher zu gehen, dass sich die Erholung fortsetzt', sagte Fed-Chef Ben Bernanke in Washington. Noch gebe es dafür aber keine ausreichende Grundlage. Das Wirtschaftswachstum in den USA sei moderat, die kurzfristigen Konjunkturaussichten könnten sogar leicht nach oben korrigiert werden. Insgesamt gebe es aber 'signifikante Abwärtsrisiken'.

Kurz vor Bernankes vierteljährlicher Pressekonferenz hatte die Fed bekräftigt, die lahmende US-Konjunktur bis Ende 2014 weiter mit ihrer faktischen Nullzins-Politik stützen zu wollen.

Für dieses Jahr hob die Fed ihre Wachstumsprognose für die USA leicht auf 2,4 bis 2,9 Prozent an. Für 2013 und 2014 hingegen korrigierte sie ihre Aussichten ein wenig nach unten.

Es sei enttäuschend, wie langsam die Erholung nach der Rezession von 2008 und 2009 verlaufe, meinte Bernanke. Auf dem Arbeitsmarkt gehe es nur graduell aufwärts. Die Arbeitslosenquote sei mit derzeit rund 8 Prozent zu hoch und sinke ungewöhnlich langsam.

Experten vermuten schon seit längerem, dass die Fed in diesem Jahr erneut die Notenpresse anwerfen und ein Anleihekaufprogramm starten könnte.
© Südwest Presse 27.04.2012 07:45
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