Millionenstrafe für Logistiker

Die Deutsche Bahn, Kühne + Nagel und weitere internationale Logistikkonzerne müssen für verbotene Absprachen insgesamt 169 Mio. EUR EU-Strafgelder zahlen. Die Deutsche Post mit ihren Töchtern DHL und Exel muss nichts berappen, da sie das Luftfracht-Kartell den Wettbewerbshütern beichtete. Das entschied die EU-Kommission nach jahrelangen Ermittlungen in Brüssel. 'Unternehmen sollten sich bewusst sein, dass es sie teuer zu stehen kommt, wenn sie zu weit gehen und Preise absprechen', sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia. Die Deutsche Bahn kommt inklusive ihrer Tochterfirmen Schenker und Bax Global auf ein Bußgeld von 34,9 Mio. EUR. Da auch die Deutsche Bahn und ihre Ableger gegen ihre Kartell-Partner aussagten, senkte die EU-Kommission die Strafzahlungen je nach Wichtigkeit und Zeitpunkt der Angaben um 5 bis 50 Prozent.
© Südwest Presse 29.03.2012 07:45
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