Kritik an Anlageberatung

. Bei der Anlageberatung für Wertpapiere können sich Bankkunden nach Angaben der Verbraucherzentralen oft nicht auf das vorgeschriebene Gesprächsprotokoll verlassen. Trotz der seit dem Jahr 2010 geltenden gesetzlichen Pflicht wurde in einer Untersuchung in 20 Prozent der Fälle gar keine Aufzeichnung ausgehändigt, wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) mitteilte. Dies habe eine Auswertung von 50 Gesprächen in 50 Geldinstituten ergeben. In 40 Prozent der Fälle sollten Kunden unterschreiben, obwohl es nur der Berater muss. Auch die Risikobereitschaft von Kunden werde nicht korrekt dokumentiert.

In der Untersuchung seien in keinem Fall Informationen vollständig in das Protokoll aufgenommen worden, die Testkäufer in den Gesprächen gemacht hätten. Dabei ging es jeweils darum, ein Wertpapierdepot zu überprüfen.
© Südwest Presse 08.03.2012 07:45
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