LBBW prüft Ungereimtheiten in Moskau

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat eine 100 Mio. EUR schwere Immobilieninvestition in Moskau von Anwälten wegen Ungereimtheiten überprüfen lassen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart aus Reihen der Landesregierung, die einen entsprechenden 'Spiegel'-Bericht bestätigten. Dabei geht es um das German Centre der LBBW. Laut dem Bericht flossen 30 Mio. EUR, knapp ein Drittel des Kaufpreises, an eine Firma auf den British Virgin Islands für die Übernahme einer zypriotischen Projektgesellschaft. Bis heute wisse man bei der LBBW nicht, wer hinter dieser Firma steckt und wofür das Geld floss, schreibt das Magazin weiter. Bei einer internen Überprüfung habe man keine Erklärung für den Verkauf gefunden, bestätigte ein Insider der dpa. Bei der LBBW war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Am 23. Februar will Bankchef Hans-Jörg Vetter laut 'Spiegel' dem Aufsichtsrat einen Bericht der Anwaltskanzlei White & Case vorlegen, die den Vorgang seit 2010 untersucht.

Es soll mit einer Fläche von 24 000 Quadratmetern, mit Büros und technischen Einrichtungen soll das German Centre vor allem für mittelständische Betriebe eine Anlaufstelle sein, die auf den russischen Markt gehen wollen. Die LBBW wollte 120 Mieter gewinnen. Bisher sind es dem Magazin zufolge allerdings lediglich 16.Ð5 280 Moskau) -
© Südwest Presse 07.02.2012 07:45
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