NOTIZEN vom 16. April

Inflation steigt schneller

Die Inflation steigt in den 17 Euro-Ländern schneller als zuvor angenommen und hat einen neuen Höchststand seit zweieinhalb Jahren erreicht. Hohe Öl- und Benzinpreise trieben die jährliche Teuerungsrate im März auf 2,7 statt der zunächst gemeldeten 2,6 Prozent. Im Februar hatte der Wert erst 2,4 Prozent betragen.

Banken unter Verdacht

Laut Medienberichten nehmen US-Behörden derzeit zahlreiche namhafte Geldhäuser in die Zange. Hintergrund ist der Verdacht betrügerischer Geschäfte mit Hypothekenpapieren zu Zeiten der heraufziehenden Finanzkrise. Auch die Deutsche Bank ist dabei in den Fokus geraten

OECD lobt Deutschland

Die Bundesregierung kommt der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zufolge im Kampf gegen internationale Steuerhinterziehung gut voran. Den Verpflichtungen zum Informationsaustausch käme sie laut des Expertenberichts gut nach. Probleme sehen die Fachleute noch bei der Zusammenarbeit der Behörden auf Bundes- und Landesebene.

Aufsichtsräte mit Fixgehalt

Feste Vergütungen für Aufsichtsräte kommen wieder in Mode. Sechs der 30 Dax-Konzerne sind bereits umgestiegen, wie das 'Handelsblatt' berichtet. Die Konzerne stehen damit im Widerspruch zu den Regeln, die die Regierungskommission 'Deutscher Corporate Governance Kodex' aufgestellt hat.

Handel ohne Ergebnis

Ohne Annäherung sind die Tarifverhandlungen für die 220 000 Beschäftigten des Südwest-Einzelhandels auf 6. Mai vertagt worden. Dies teilte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gestern in Sindelfingen (Kreis Böblingen) mit.

Wieder Rekord beim Sprit

Unmittelbar vor Beginn der Osterreisewelle ist der Benzinpreis wieder auf das Rekordniveau von Sommer 2008 gestiegen. Superbenzin kostete gestern im Bundesdurchschnitt 1,59 EUR oder mehr pro Liter.

Weniger Azubi-Verträge

Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist 2010 geringfügig gesunken. Laut Statistischem Bundesamt wurden im Rahmen des dualen Systems 558 100 Neuverträge geschlossen. Das seien rund 3000 weniger als 2009 gewesen. In Baden-Württemberg ging die Zahl der Ausbildungsverträge um 1 Prozent auf 75 000 zurück.
© Südwest Presse 16.04.2011 07:45
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