NOTIZEN vom 21. Dezember

Razzia bei Reinigern

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit hat bundesweit Razzien bei den Gebäudereinigern durchgeführt. In jedem dritten von 2051 überprüften Firmen wurden 'Unregelmäßigkeiten' festgestellt. An Ort und Stelle wurden 304 Bußgeld- und 23 Strafverfahren gegen Arbeitnehmer und Arbeitgeber eingeleitet. In 269 Fällen hatten Arbeitgeber den Mindestlohn nicht gezahlt. In 341 Fällen stellten die Beamten bei Arbeitnehmern Leistungsbetrug fest.

Ausbau verzögert sich

Der Ausbau des Internetfernsehens Google TV verzögert sich. Google wolle die Software noch einmal überarbeiten, bevor weitere Hersteller ihre Geräte mit der Google-Software auf den Markt kommen. Kritiker hatten die Bedienung bei der ersten Vorstellung verrissen. Mit Google TV soll der Zuschauer am Fernseher sowohl auf das Internet als auch auf Hunderte von Fernsehkanäle zugreifen und sie durchsuchen können.

Beiersdorf gibt ab

Der Nivea-Konzern Beiersdorf trennt sich im Zuge seiner neuen Strategie von zwei kleineren Kosmetikmarken. Die Hautpflegemarke Juvena und die Haarpflegemarke Marlies Möller werden an die österreichische Troll Cosmetics GmbH verkauft. Beide Marken gehören zu der in der Schweiz ansässigen La Prairie-Gruppe.

Elektronik unterm Baum

Unter deutschen Weihnachtsbäumen werden in diesem Jahr vor allem Notebooks, Mini-Laptops, internetfähige Handys und Flachbildschirme mit neuer LED-Technologie zu finden sein. Einer Umfrage des Verbandes Bitkom zufolge verschenken 60 Prozent der Bundesbürger über 14 Jahre und damit 42 Mio. Menschen Elektronikprodukte zum Fest. Im vergangenen Jahr waren es lediglich 29 Millionen.

Keine Linie nach Kabul

Die afghanische Fluggesellschaft Safi Airways gibt ihre Verbindung zwischen Frankfurt und Kabul auf. Hintergrund ist das EU-Verbot, wonach Flugzeuge aus Afghanistan nicht mehr in die EU fliegen dürfen, weil die Behörden in Kabul noch keine Luftsicherheitsaufsicht nach internationalen Standards aufgebaut haben.

Mehr Zweitjobber

Die Zahl der Erwerbstätigen mit Zweitjob neben dem Hauptberuf hat sich nach einer Forsa-Umfrage in nur zwei Jahren fast vervierfacht. Der Anteil stieg von 3,7 Prozent auf 15 Prozent.

Vor allem Selbstständige und Erwerbstätige mit einem Haushaltsnettoeinkommen unter 1000 EUR bessern ihr Einkommen mit Nebenjobs auf.
© Südwest Presse 21.12.2010 07:45
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