Pfändungssichere Konten oft teuer bezahlt

Banken lassen sich die Umstellung eines Girokontos auf ein pfändungssicheres P-Konto laut einer Untersuchung mitunter gut bezahlen. Wie aus einer Erhebung von 159 Angeboten der Zeitschrift 'Öko-Test' (Dezemberausgabe) hervorgeht, schränken die Banken darüber hinaus den Leistungsumfang teils erheblich ein.

Wie es weiter hieß, drehen vor allem die Anbieter ehedem kostengünstiger Onlinekonten an der Preisschraube. Bei 43 der untersuchten 71 Angebote erhöhten sich nach Umstellung die Kosten, weil monatliche Gebühren zwischen 3 und 5 EUR erhoben werden. Bei lediglich 10 von 35 Online-Anbietern bleibe die Kontoführung wie zuvor kostenlos.

Bei den Filialkonten blieben die Kosten in der Mehrheit der Fälle stabil. Allerdings verteuerten sich von 88 begutachteten Angeboten 38 Kontomodelle - im Schnitt um 5 bis 6 EUR, in der Spitze verzeichneten die Tester sogar Aufschläge von bis zu 20 EUR pro Monat.

Darüber hinaus fällt nach der Kontoumstellung grundsätzlich der Dispokredit weg. Mitunter konnten keine Daueraufträge mehr eingerichtet oder ausgeführt werden, andere Banken schränkten den Lastschrifteinzug ein. Fast alle Institute sperrten die Kreditkarten. In knapp 23 Prozent aller Fälle mussten Kunden auf die Girocard, ehemals EC-Karte, verzichten. Bargeld gäbe es so nur an Bankschaltern - soweit vorhanden. dapd
© Südwest Presse 26.11.2010 07:45
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