'Kein großes Konjunkturprogramm'

Die Erhöhung der Hartz-IV-Sätze um fünf Euro im Monat beeinflusst den privaten Verbrauch nach Ansicht des Konsumforschers Klaus Wübbenhorst kaum. Zwar gehe es in der Summe um Hunderte von Millionen Euro. 'Doch was die Auswirkung betrifft für den gesamten Konsum, ist das wiederum minimal.' Hartz-IV-Empfänger geben in der Regel ihr Einkommen gleich wieder aus. Dennoch ist der Marktforscher überzeugt: 'Man kann sicherlich nicht sagen, dass das ein großes Konjunkturprogramm ist.'

Ohnehin sei die Zeit der Subventionen jetzt vorbei - die Regierung solle ihre Programme langsam auslaufen lassen. 'Der Staat soll ja dann, wenn es schlecht geht, unterstützen, und sich wenn es gut läuft zurückziehen', sagte Wübbenhorst. Im derzeitigen Aufschwung müsse vorrangig der Schuldenabbau beschleunigt werden. dpa

Der GfK-Gesamtindex berechnet sich aus der Einkommenserwartung und der Anschaffungsneigung.
© Südwest Presse 29.09.2010 07:45
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